Wird der Newsletter nicht korrekt angezeigt? Hier können Sie ihn online lesen.
Newsletter | 24. September 2026 |
|
|
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
weltweit schießen gigantische Rechenzentren wie Pilze aus dem Boden, bestückt mit kostspieligen Chips, um unvorstellbare Datenmengen in kürzester Zeit zu verarbeiten. Längst ist unter den großen KI-Akteuren ein Wettlauf um Ressourcen und Know-how entbrannt. Nick Srnicek beleuchtet in seinem neuen Buch die verschiedenen Strategien der »Silicon Empires« im Kampf um die Vorherrschaft im Bereich KI.
Laurent Warlouzet wagt mit seinem Buch »Freiheit, Solidarität, Macht« eine Neudeutung europäischer Politik und schlägt dazu den Bogen von 1945 bis in die heutige Zeit, von Europaeuphorie und -skepis bis hin zu Populismus und Europafeindlichkeit.
Bereits im August erschienen ist der Essay von Gerd Hankel über den umkämpften Begriff »Völkermord«. Seine Überlegungen bieten eine neue Perspektive auf Bedeutung und Interpretation des Völkerrechts.
Diese und weitere Neuerscheinungen werden wir in diesem Jahr zur Frankfurter Buchmesse mitnehmen. Sie sind herzlich eingeladen, uns dort zu besuchen.
Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre.
Das Team der Hamburger Edition und des Mittelweg 36 |
|
|
Nick Srnicek
Silicon Empires
Der Kampf um die Zukunft der KI KI soll unsere Welt revolutionieren. Doch wer hat die Macht über diese transformative Technologie? In Silicon Empires untersucht Nick Srnicek die geopolitische Ökonomie der Künstlichen Intelligenz. Er zeigt, wie mächtige Unternehmen und Staaten darum kämpfen, sie zu kontrollieren und die KI-Infrastruktur auszubauen. Srnicek legt die Strategien offen, mit denen diese Silicon Empires – von Tech-Giganten bis hin zu Großmächten wie den Vereinigten Staaten und China – versuchen, sich den immensen Wert der KI zu sichern. |
|
|
Laurent Warlouzet
Freiheit, Solidarität, Macht
Europäischer Kapitalismus seit 1945 Laurent Warlouzet erzählt in diesem Buch die Geschichte der europäischen Integration seit 1945 aus der Perspektive des epischen Kampfes zwischen drei Visionen: dem Europa des Marktes, das oft wegen seiner ultraliberalen Auswüchse kritisiert wird; dem Europa der Solidarität, der Sozialgesetzgebung und der Förderung der Gleichstellung von Männern und Frauen, und schließlich dem Europa der Machtpolitik. Er beschreibt auch Widersprüche und Erfolge europäischer Politik in Bezug auf die Globalisierung und den Kampf gegen Großmächte wie China oder Russland. |
|
|
Gerd Hankel
Völkermord
Überlegungen zu einem umkämpften Begriff »Nie wieder«, »Nie wieder ist jetzt« sind zu Parolen geworden, die polarisieren. Was einige für verständliche Emphase halten, kann auch zulasten der begrifflichen Klarheit gehen. Eine Alles-oder-nichts-Haltung, die in ihrer Fokussierung auf den Völkermord-Vorwurf andere schwere Verstöße gegen das Völkerrecht, wie Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, zu Nebensächlichkeiten erklärt, muss kritisch hinterfragt werden. Dazu gibt dieser Essay eine Hilfestellung. |
|
|
Broschierte Studienausgabe |
|
Hannah Catherine Davies
Rechtsstaat und Patriarchat
Eine Geschichte sexueller Gewalt in der Bundesrepublik 1973 bis 1997 Hannah Catherine Davies rekonstruiert die jahrzehntelangen Kämpfe von Feministinnen und zeigt auf, wie sich durch sie der Blick von Öffentlichkeit, Wissenschaft und Recht auf das Problem der sexuellen Gewalt fundamental veränderte. Dabei geht sie auch der Bedeutung sozialer Bewegungen und ihres Verhältnisses zum Staat nach und wirft ein neues Licht auf die Rolle von Frauen als politische Akteurinnen in der Geschichte der Bundesrepublik.
»Davies schildert die §177-Reform wie den Krimi, der sie tatsächlich auch war.« FAZ |
|
|
Halle 3.0, D123 Besuchen Sie uns vom 7. bis zum 11. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
|
|
|
In den Medien
Rezensionen |
|
(Volltextzugriff eventuell kostenpflichtig) |
|
|
»Eine ausgezeichnete Wahl ist in diesen Tagen das Buch der emeritierten Geschichtsprofessorin Ute Daniel. ›Im Zwischenreich‹ ist eine erhellende [...] Lektüre über das Europa in den Jahren 1918 bis 1933.« Robert Probst, Süddeutsche Zeitung
»[E]ine scharfsinnige Intervention zur Geschichte Weimars, die die Lektüre lohnt.« Michael Wildt, H-Soz-Kult |
|
|
»Sophia Rosenfeld gelingt mit ihrer Geschichte der Wahlfreiheit eine informative, kluge und zugleich sehr lebensnahe Betrachtung unserer modernen Gesellschaft.« Bibliomaniacs
»[Man] findet hier die kluge, methodisch originelle und inhaltlich differenzierte Darstellung einer bislang kaum erzählten Geschichte.« Constantin Hühn, Deutschlandfunk Kultur |
|
|
»[Das Buch] argumentiert angenehm neben dem Zeitgeist.« Johannes Varwick, Politikum |
|
|
»Tabea Koepps Studie ist differenziert und detailreich, die zitierten Schilderungen der interviewten Personen untermauern ihre Analyse, machen sie nachvollziehbar und lesbar.« Beate Hinrichs, Deutschlandfunk Andruck
»Systematisch und respektvoll wertet sie ihre Interviews aus und entwickelt daraus ein plausibles Gesamtbild Rituelle Gewalt ausübender Gruppen, das zahlreiche interessante neue Erkenntnisse enthält.« Adelheid Herrmann-Pfandt, Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte |
|
|
»Hochschild zeigt eindrucksvoll, wie eng wirtschaftlicher Niedergang, soziale Entwurzelung und politische Radikalisierung miteinander verbunden sein können.« Ronny Noak, socialnet |
|
|
»›Im Prepperkeller‹ ist ein hervorragend recherchiertes, sachliches und gleichzeitig äußerst spannendes Buch, das viele Vorurteile abbaut und zum Nachdenken anregt.« Bibliomaniacs |
|
Mittelweg 36: Rückblick und Ausblick |
|
Ausgabe 4/2026, Skandal machen, ist erschienen. Skandale sind ein fester Bestandteil im Leben moderner Gesellschaften. Kaum ein Tag vergeht, an dem wir nicht Zeuge medial inszenierter Verfehlungen, Vorwürfe und Verteidigungen werden. Was also sagen Skandale aus über die Gesellschaften, die sie hervorbringen? Welche Funktionen erfüllen und welchen Regeln gehorchen sie? Und was heißt Skandal machen in einer Öffentlichkeit, in der Erregung und Empörung nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel darstellen?
Mehr zum Heft
Erhältlich per Mail, über unseren Webshop oder im (Bahnhofs-)Buchhandel. |
|
|
Im Oktober erscheint unsere Doppelausgabe 5-6/2026, Vom Erben.
Mit Beiträgen von Berenike Bartz, Jens Beckert, Simone Derix, Jürgen Dinkel, Markus M. Grabka, Thomas Hinz, Fabian Pfeffer, Detlev J. Piltz, Jan Peter Schmidt, Isabell Stamm, Anita Tiefensee, Ulrike Vedder, Stefan Willer, Clemens Wischermann u.a. |
|
»Mittelweg 36 – Der Podcast« |
|
Podcast-Episode #43: Wie waren die Nullerjahre, Jens Balzer? Was zeichnete die 2000er aus? Und wie hat sich unser Blick darauf verändert? Jens Balzer porträtiert in seinem neuen Buch die Nullerjahre. In der neuen Podcast-Folge spricht er mit Jens Bisky über Bärte, Berlin, Hoffnungen und Kulturtechniken.
Jetzt reinhören - auf unserer Website und allen gängigen Podcatchern wie iTunes / Apple Podcasts, Deezer und Spotify. |
|
|
Aus dem Hamburger Institut für Sozialforschung |
|
|
|
|
|