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Newsletter | 11. Juni 2026
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
glaubt man Hochglanzbildern und Social-Media-Posts, dann spielt sich das Leben der Schönen und Reichen vor unser aller Augen in der Öffentlichkeit ab. Doch der Eindruck täuscht. Die meisten Vermögenden scheuen das Rampenlicht und leben lieber im Verborgenen. Sie pflegen vornehme Zurückhaltung und bleiben unter sich. Grund genug, einmal genauer hinzuschauen und zu fragen, nach welchen Regeln diese exklusive Welt funktioniert: Wie wird man Teil der besitzenden Klasse? Welche Traditionen pflegt sie? Mittels welcher Praktiken erhält sie sich? Und welche Probleme treiben sie um? Kurz: Wie lebt es sich Unter Reichen?
Das aktuelle Buch von Aaron Sahr ist aufgrund der großen Nachfrage bereits in der 3. Auflage erhältlich. Fake Coins ist ein wichtiger Beitrag zur monetären Bildung und räumt mit Mythen rund um den Bitcoin auf.
Weiterhin ist die 42. Folge von »Mittelweg 36 – Der Podcast« erschienen. In dieser Folge sprach Hannah Schmidt-Ott mit Sebastian Huhnholz darüber, was die Schuldenbremse bremst.
Wir wünschen gute Lektüre und freuen uns auf Ihren Besuch!
Das Team der Hamburger Edition und des Mittelweg 36
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Unter Reichen Heft 3 | Juni/Juli 2026
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Erhältlich über unsere Website, per Mail und im (Bahnhofs-)Buchhandel.
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Beiträger:innen
• Berthold Vogel / Nicole Burzan: Reichtum. Auf der Suche nach gesellschaftlicher Wirklichkeit
• Marliese Weißmann / Benjamin Neumann / Nicole Burzan / Berthold Vogel: Spannungsfeld Vermögen. Reichsein zwischen Freiheit und Bürde
• Stefan Gosepath / Philipp Lepenies / Martyna Linartas / Christian Neuhäuser / Laura Opolka / Isabella Pfusterer: Die Mythen des verdienten Vermögens
• Simone Derix: Reich werden und reich bleiben. Langzeitperspektiven auf eine Geschichte mit vielen Akteur:innen
• Käthe von Bose: »Wahrscheinlich alles reiche Familien«. Exklusive Zugehörigkeit als Kapital
• Hanna Kuusela: Besitzen lernen. Generationsübergreifende Bedeutungen des Reichtums und die Klassenbildung in reichen finnischen Familien
• Ein Gespräch mit Victoria Köcher: »Das ist unser größtes Asset: Diskretion«
• Alexander Wierzock: Ortstermin: Im Forscherheim Assenheim
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In ihrer Einleitung beschreiben die Gastherausgeber:innen Nicole Burzan und Berthold Vogel, warum die Sozialwissenschaften Auf der Suche nach gesellschaftlicher Wirklichkeit gut beraten sind, Reichtum nicht nur in materieller, sondern auch in kultureller und habitueller Hinsicht in den Blick zu nehmen. Unter dem Titel Spannungsfeld Vermögen präsentieren sodann Marliese Weißmann, Benjamin Neumann, Nicole Burzan und Berthold Vogel die Ergebnisse eines Forschungsprojekts, in dem sie mit Angehörigen vermögender Familien über deren Lebenssituation gesprochen und diese gefragt haben, was Reichsein zwischen Freiheit und Bürde für sie bedeutet. Die Mythen des verdienten Vermögens sind Gegenstand des Beitrags von Stefan Gosepath, Philipp Lepenies, Martyna Linartas, Christian Neuhäuser, Laura Opolka und Isabella Pfusterer. Sie analysieren, welche Narrative von interessierter Seite um die Begriffe Freiheit, Eigentum, Leistung und Erfolg gestrickt werden, und zeigen, wie diese zur Legitimierung von Reichtum und sozialer Ungleichheit dienen. Langzeitperspektiven auf eine Geschichte mit vielen Akteur:innen entwirft Simone Derix, die beschreibt, warum es zumeist Familien und nicht Einzelne sind, die Reich werden und reich bleiben, und wieso es dafür in der Regel mehrere Generationen braucht. Um das spezifische Milieu des Adels und die Praktiken seiner sozialen Reproduktion geht es bei Käthe von Bose. In »Wahrscheinlich alles reiche Familien« zeigt sie auf der Basis qualitativer Forschung zu Adelsverbänden, wie sich Exklusive Zugehörigkeit als Kapital verstehen und gesellschaftlich ummünzen lässt. Wie Vermögende sozialisiert werden und Besitzen lernen, erläutert Hanna Kuusela, deren Beitrag Generationenübergreifende Bedeutungen des Reichtums und die Klassenbildung in reichen finnischen Familien thematisiert. Am Ende des Themenschwerpunkts steht Ein Gespräch mit Victoria Köcher, die aus ihrem Arbeitsalltag als Abteilungsleiterin im Bereich Wealth Management der Deutschen Bank berichtet: »Das ist unser größtes Asset: Diskretion«.
Zum Ortstermin bitten wir diesmal standesgemäß nach Schloss Assenheim, wo sich der Familiensitz der Grafen zu Solms-Rödelheim und Assenheim befindet. Während die Anlage heute privat genutzt wird, bildete das feudale Herrenhaus zwischen 1924 und 1932 einen exklusiven Wissensort, an dem sich Angehörige der Geistes- und Sozialwissenschaften zum Gedankenaustausch trafen.
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Aaron Sahr
Fake Coins
Digitales Geld und analoge Freiheit
Aaron Sahr analysiert die monetäre Utopie hinter Bitcoin, verfolgt ihre Ursprünge in der Denkweise der paläolibertären Bewegung und zeigt, warum die digitale Währung, allen Hoffnungen zum Trotz, nicht die Zukunft des Geldes werden wird. Und warum das die meisten von uns begrüßen sollten.
»Dieses Buch ist ein Ereignis. Es ist eines der wichtigsten Sachbücher der vergangenen und kommenden Jahre. So zugänglich und gleichzeitig so tiefenscharf und politisch umsichtig […].« SZ
Mehr zum Buch
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»Mittelweg 36 - Der Podcast«
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Podcast-Episode #42: Was bremst die Schuldenbremse, Sebastian Huhnholz?
In der neuen Podcast-Folge sprechen Sebastian Huhnholz und Hannah Schmidt-Ott über deutsche Finanzpolitik, Schattenhaushalte und den Einfluss staatlicher Verschuldung auf demokratische Gestaltungsspielräume.
Jetzt reinhören - auf unserer Website und allen gängigen Podcatchern wie iTunes / Apple Podcasts, Deezer und Spotify.
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Aus dem Hamburger Institut für Sozialforschung
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