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Verlag und Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Newsletter | 6. Mai 2026

Hamburger Edition

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der Frühling hat zwar gerade erst begonnen, doch wir kümmern uns bereits um die Bücher, die im Herbst erscheinen. Unsere Autorinnen und Autoren widmen sich so wichtigen Themen wie der Zukunft der KI, Rechtsextremismus in der Bundeswehr und der problematischen Verwendung des Begriffs Völkermord. Mehr erfahren Sie in unserer aktuellen Vorschau.

Gerade erschienen ist das Buch der beiden Antisemitismusforscher Klaus Holz und Jan Weyand. Sie erläutern, warum der Schlüssel zum Verständnis des Antisemitismus die Figur des Dritten und ihr Bezug auf ein kollektives Selbstbild ist.

Hält der Bitcoin was er verspricht? Bringt er monetäre Freiheit? Aaron Sahr analysiert die Utopie hinter der digitalen Währung, erklärt äußerst verständlich ihre Funktionsweisen und stößt damit auf breites Interesse, wie das große Medienecho zeigt. Eine Auswahl an Rezensionen weiterer Titel haben wir ebenfalls für Sie zusammengestellt.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre.

Das Team der Hamburger Edition und des Mittelweg 36

Vorschau auf den Herbst 2026

Neuerscheinung

Klaus Holz | Jan Weyand

Die Figur des Dritten

Zur Soziologie des Antisemitismus

Klaus Holz und Jan Weyand leisten mit diesem Buch einen entscheidenden Beitrag zu einer bis heute ausstehenden Soziologie des Antisemitismus: Mit ihrem Zugang lässt sich zeigen, dass die Geschichte antisemitischer Zuschreibungen auf der Dynamik kollektiver Selbstbilder basiert. Holz und Weyand analysieren, wie im antisemitischen Judenbild eine Figur des Dritten entworfen wird, der den rassistischen Gegensatz von »Eigenem« und »Fremden« unterläuft und das »zersetzende« Gegenbild aller Gemeinschaft verkörpert.

Weitere Titel aus unserem Frühjahrsprogramm

Hamburger Edition

Mehr erfahren

Im Gespräch

Aaron Sahr

Fake Coins

Digitales Geld und analoge Freiheit

»Dieses Buch ist ein Ereignis. Es ist eines der wichtigsten Sachbücher der vergangenen und der kommenden Jahre. So zugänglich und gleichzeitig so tiefenscharf und politisch umsichtig [...].« Jens-Christian Rabe, SZ

»In seinem jüngst erschienenen Buch räumt [Sahr] mit Mythen rund um die neue Währung auf.« Till Hahn, Der Freitag

»Sein Buch [ist] auch ein Beitrag zur monetären Bildung, dass wir alle [...] mehr von Geld und wie Finanzsysteme in einer Gesellschaft funktionieren, verstehen.« Ulrike Köppchen, DLF

In den Medien

Rezensionen

(Volltextzugriff eventuell kostenpflichtig)

Sheila Fitzpatrick, Lost Souls. Sowjetische DPs und der Beginn des Kalten Krieges

»Detailliert zeichnet die emeritierte Professorin für russische Geschichte der Universität Chicago ihre Lebensumstände und vor allem den politischen Umgang mit den sowjetischen DP nach.« Axel Berger, nd - Journalismus von links

»Wer [...] an der Debatte um die Nachkriegszeit teilnehmen möchte, wird aus dem perspektivenreichen Buch viel lernen, da es seinen Gegenstand gründlich recherchiert hat, reflektiert argumentiert und sensibel darstellt.« Sebastian Rojek, Damals

»[Fitzpatricks] Buch ist ein wichtiges, denn es bietet Einblicke in einen Teil deutscher Geschichte, von dem auch historisch interessierte Menschen kaum etwas wissen.« Matthias Bertsch, Blätter

Michael Mann, Über Kriege

»Mann verbindet ideologiegeschichtliche und -kritische Betrachtungen mit der Taxierung politisch-strategischer, ökonomischer und militärisch-taktischer Motive. Für seinen Kollegen, den Gewalttheoretiker Randall Collins, ist er [...] der Max Weber unserer Tage.« Jahrbuch Extremismus & Demokratie 2025

»Das Buch – das keine Theorie, sondern eine Soziologie des Krieges ist –, regt mitunter zu Widerspruch an. Nichtsdestotrotz vermag die Lektüre auch die Dynamiken der jüngsten Kriege zu erhellen. Hannah Schmidt-Ott, Soziopolis

Isabel Feichtner, Bodenschätze. Über Verwertung und Vergesellschaftung

»›Bodenschätze‹ von Isabel Feichtner legt offen, wie Rechte und Gesetze unsere Gegenwart formen – nicht als neutrale Ordnung, sondern als Erbe von Einhegungen.« Sigrun Preissing, Oya Commoniebrief

Mittelweg 36: Rückblick und Ausblick

Auserzählt

Ausgabe 2/2026, Auserzählt. Narrative vom Ende und das Ende der Narrative, ist erschienen.

Die Apokalypse ist die Geschichte vom Ende der Welt und sie wird seit Jahrhunderten immer neu erzählt. Angesichts von Klimawandel, Kriegen und Katastrophen haben apokalyptische Motive gegenwärtig wieder einmal Konjunktur: in Kunst, Literatur, Film und Politik. Woher stammt die anhaltende Faszination der Endzeiterzählungen? Und welche Rolle spielt das Ende für die Form des Erzählens? Kommt diese womöglich selbst an ihr Ende? Diesen und weiteren Fragen widmet sich das aktuelle Heft des Mittelweg 36.

Mehr zum Heft

Erhältlich per Mail, über unseren Webshop oder im (Bahnhofs-)Buchhandel.

Im Juni erscheint unsere Ausgabe 3/2026, Unter Reichen.

Mit Beiträgen von Käthe von Bose, Nicole Burzan, Simone Derix, Stefan Gosepath, Victoria Köcher, Hanna Kuusela, Philipp Lepenies, Maryna Linartas, Christian Neuhäuser, Benjamin Neumann, Laura Opolka, Isabella Pfusterer, Berthold Vogel, Marliese Weißmann u. a.

»Mittelweg 36 – Der Podcast«

Podcast Mittelweg 36

Podcast-Episode #41: Wie analysiert die Soziologie Antisemitismus, Klaus Holz?

Mit Klaus Holz spricht Jens Bisky über eine Soziologie des Antisemitismus, wie Holz sie gemeinsam mit Jan Weyand im Buch »Die Figur des Dritten« entwickelt hat. Es geht um aktuelle Entwicklungen, verhängnisvolle Traditionen und die Möglichkeiten eines aufgeklärten Anti-Antisemitismus.

Jetzt reinhören - auf unserer Website und allen gängigen Podcatchern wie iTunes / Apple Podcasts, Deezer und Spotify.

Aus dem Hamburger Institut für Sozialforschung

Bücher am HIS

7. Mai, 19 Uhr

Das Elend der Geopolitik

Klaus Schlichte im Gespräch
mit Ulrich Schneckener

Moderation: Wolfgang Knöbl

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Hamburger Edition statt.

Hier finden Sie Informationen zu weiteren Veranstaltungen des HIS

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