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Newsletter | 09. April 2026
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
die Apokalypse ist die Geschichte vom Ende der Welt und sie wird seit Jahrhunderten immer neu erzählt. Angesichts von Klimawandel, Kriegen und Katastrophen haben apokalyptische Motive gegenwärtig wieder einmal Konjunktur: in Kunst, Literatur, Film und Politik. Woher stammt die anhaltende Faszination der Endzeiterzählungen? Und welche Rolle spielt das Ende für die Form des Erzählens? Kommt diese womöglich selbst an ihr Ende? Diesen und weiteren Fragen widmet sich das neue Heft des Mittelweg 36 unter dem Titel Auserzählt. Narrative vom Ende und das Ende der Narrative. In der Hamburger Edition ist das Buch von Tabea Koepp über ein Aufwachsen in organisierter sexualisierter und ritueller Gewalt erschienen. Sie zeigt eindrücklich, wie eine weltanschauliche Einbettung dieser Gewalt als Strategie sexueller Ausbeutung fungiert.
Weiterhin ist die 40. Folge von »Mittelweg 36 – Der Podcast« erschienen. In dieser Folge sprechen Aaron Sahr und Hannah Schmidt-Ott über »Fake Coins«, falsche Versprechen und monetäre Freiheit.
Wir wünschen gute Lektüre und freuen uns auf Ihren Besuch!
Das Team der Hamburger Edition und des Mittelweg 36
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Erhältlich über unsere Website, per Mail und im (Bahnhofs-)Buchhandel.
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Beiträger:innen
• Carolin Amlinger / David-Christopher Assmann / Urs Büttner / Florian Schmidt: Zur Kritik der Endzeiterzählung
• Niels Werber: Ereignis und Erregung. Postnarrative Kommunikation
• Elana Gomel: INVASION DER TOTEN (SPRACHEN). Zombieapokalypse und das Ende der Erzählung
• Achim Landwehr: Folglich, nicht endlich. Von den porösen Zeiten des Anthropozäns
• Sascha Michel: In den Ruinen der Narration
• Ein Gespräch mit Ulrich Bröckling und Laura Wolter: »Die Welt geht unter, und wir sind dabei gewesen«
• Noah Serve: Ortstermin: Hamburger Volkshochschule, Schanzenstraße
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Mehr zum Heft
Den Auftakt machen die Gastherausgeber:innen Carolin Amlinger, David-Christopher Assmann, Urs Büttner und Florian Schmidt, die mit ihrem Text nicht nur in das Thema einführen, sondern einen eigenen Beitrag Zur Kritik der Endzeiterzählung leisten. Anschließend beschreibt Niels Werber, wie Ereignis und Erregung im politischen Diskurs der digitalen Gegenwart kurzgeschlossen werden und eine Postnarrative Kommunikation hervorbringen, die zwar allgegenwärtig ist, aber mit ihrer Erzählstruktur auch ihrer sinnstiftenden Funktion verlustig geht. Was die Zombieapokalypse und das Ende der Erzählung miteinander zu tun haben und welche Ängste die Sprachlosigkeit der Toten bei den Lebenden weckt, erläutert Elana Gomel anhand genretypischer Beispiele in ihrem Text INVASION DER TOTEN (SPRACHEN). Einen anderen Akzent setzt Achim Landwehr. In Folglich, nicht endlich wirbt er für eine kontextualisierende Geschichtsschreibung, die sich Von den porösen Zeiten des Anthropozäns belehren lässt und historische Geschehnisse auf ihre Zusammenhänge befragt, statt sie von ihrem vermeintlichen Ende her zu denken. Mit der Form des Erzählens setzt sich sodann Sascha Michel auseinander, der anhand ausgewählter Texte zeigt, wie die Kritik an teleologischen, kausalen und realistischen Formen die Literatur verändert und In den Ruinen der Narration neue Darstellungsweisen hervorgebracht hat. Zum Schluss des Themenschwerpunktes sprechen Ulrich Bröckling und Laura Wolters über Varianten und Wirkungen politischer Apokalyptik und deren besondere Attraktivität für linke wie rechte Theoretiker:innen und Bewegungen: „Die Welt geht unter, und wir sind dabei gewesen“.
Zum Ortstermin begeben wir uns diesmal in die Hamburger Volkshochschule, Schanzenstraße, wo uns Noah Serve bei einem Rundgang durch das umliegende Viertel mit der wechselvollen Geschichte sowohl des Gebäudes als auch der in ihm beheimateten Institution vertraut macht.
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Tabea Koepp
Gewalt erleiden
Eine Soziologie organisierter sexualisierter und ritueller Gewalt
Während die Existenz von organisierter sexualisierter Gewalt in Deutschland für viele unvorstellbar ist, prägt sie den Alltag betroffener Kinder und Jugendlicher fundamental. Dies ist die erste große soziologische Studie zu diesem Thema, die zudem die Perspektive der Gewalterleidenden in den Fokus rückt. Sie zeigt, dass weltanschaulich eingebettete sexualisierte Gewalt kein Ausnahmephänomen ist, sondern eine spezifische Gewaltform, die von Täter:innen ausgeübt wird, die meist gut in die Gesellschaft integriert sind.
Mehr zum Buch
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»Mittelweg 36 - Der Podcast«
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Podcast-Episode #40: Wie fake sind Stablecoins, Aaron Sahr?
Stablecoins sind der neueste Digitalwährungs-Hype. Was steckt dahinter? Im Podcast sprechen Aaron Sahr und Hannah Schmidt-Ott über »Fake Coins«, falsche Versprechen, monetäre Freiheit – sowie Krypto, Blockchain, Token, Bitcoin und Shitcoin.
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Aus dem Hamburger Institut für Sozialforschung
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