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Newsletter | 12. März 2026 |
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
vor noch gar nicht langer Zeit waren Prepper ein bizarres Randphänomen. Mittlerweile ist Preppen jedoch mit all seinen problematischen Begleiterscheinungen in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Julian Genner liefert in seinem Buch »Im Prepperkeller« frappierende Einblicke in die Szene.
Ebenfalls etabliert haben sich digitale Währungen. Aaron Sahr analysiert die monetäre Utopie und die Freiheitsversprechen von Bitcoin und Co. Sein Buch »Fake Coins« ist eine freiheitssoziologische Aufarbeitung der geldpolitischen Bruchlinien unserer Zeit.
Die kommende Woche steht ganz im Zeichen der Leipziger Buchmesse und dem Lesefestival Leipzig liest. Ute Daniel wird in diesem Rahmen in der ehrwürdigen Bibliotheca Albertina im Gespräch mit Dirk van Laak ihr Buch »Im Zwischenreich. Eine Geschichte der Weimarer Repbulik 1918 bis 1933« vorstellen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Eine Auswahl an Rezensionen und Interviews haben wir ebenfalls wieder für Sie zusammengestellt.
Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre.
Das Team der Hamburger Edition und des Mittelweg 36 |
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Julian Kaspar Genner
Im Prepperkeller
Persönliche Krisenvorsorge in Zeiten gesellschaftlicher Verunsicherung Julian Genner hat über mehrere Jahre mit Preppern gesprochen, Treffen besucht, an Survival-Kursen teilgenommen und in den sozialen Medien recherchiert. Seine Studie bietet einen einzigartigen Einblick in die Lebenswelten von Preppern. Zugleich zeigt Genner, dass die Popularität von Preppen von einem massiven Vertrauensverlust und einer Sehnsucht nach Sicherheit zeugt. Und er untersucht, wie dieses Misstrauen einem problematischen Freund-Feind-Denken Vorschub leistet. Mehr zum Buch |
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Aaron Sahr
Fake Coins
Digitales Geld und analoge Freiheit Seit der Finanzkrise von 2008 verspricht Bitcoin nichts Geringeres als monetäre Emanzipation. Was steckt hinter diesem euphorischen Versprechen eines »Freiheitsgeldes«, ohne Staat und Banken? Das Buch nimmt Bitcoin und seine Freiheitsrhetorik ernst. Es analysiert die monetäre Utopie hinter der digitalen Währung, verfolgt ihre Ursprünge in der Denkweise der paläolibertären Bewegung und zeigt, warum Bitcoin nicht die Zukunft des Geldes werden wird. Und warum das die meisten von uns begrüßen sollten. Mehr zum Buch |
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Ute Daniel
Im Zwischenreich
Eine Geschichte der Weimarer Republik 1918 bis 1933 Erfolge von Rechtsaußenparteien lassen sich nie allein über ihre Strategien oder Führungspersonen erklären. Das wäre auch mit Blick auf die Weimarer Republik zu einfach. Stattdessen müssen wir rekonstruieren, so Ute Daniel, wie andere politische Akteure die Situation wahrnahmen. Für die meisten von ihnen war die Weimarer Republik ein Zwischenreich, eine vorübergehende Verirrung. Ihr Handeln war ausschlaggebend für das Ende der Republik. Hitler war nur ein Profiteur. Mehr zum Buch |
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Klaus Schlichte
Das Elend der Geopolitik Klaus Schlichte zeigt, dass eine Auffassung internationaler Politik entlang der Kategorien und Denkweisen der »Geopolitik« ein intellektuelles Elend ist. Es wird den Herausforderungen internationaler Politik der Gegenwart nicht gerecht. Außerdem führt die »Geopolitik« ins Elend: Denn hinter dem Begriff verbirgt sich aktuell bloßes Machtstaatsdenken. Der Vorwurf der Machtstaatspolitik wird zwar vor allem der russischen und US-amerikanischen Regierung gemacht, aber viele andere Regierungen folgen. Das gefährdet den Frieden und eine bessere Zukunft. Mehr zum Buch |
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Besuchen Sie uns auf der Leipziger Buchmesse vom 19. bis 22. März. Sie finden uns am Gemeinschaftsstand unserer Verlagsvertretung Jessica Reitz in Halle 5, Stand H140. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Am Freitag, den 20. März um 19 Uhr stellt Ute Daniel im Gespräch mit Dirk van Laak ihr aktuelles Buch »Im Zwischenreich. Eine Geschichte der Weimarer Republik 1918 bis 1933« in der Bibliotheca Albertina vor. Erfahren Sie, was wir heute noch von Weimar lernen können. Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie bei Leipzig liest. |
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In den Medien
Rezensionen und Interviews |
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(Volltextzugriff eventuell kostenpflichtig) |
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»Wer […] eine konzentrierte Antwort auf die Frage sucht, woran Weimar letztlich gescheitert ist, wird den Band mit Gewinn lesen.« Florian Keisinger, NZZ
»Wie sich die führenden Akteure in Politik und Wirtschaft während der Zwanziger- und frühen Dreißigerjahre verhielten, war ungleich wichtiger als alles, was Hitler tat oder unterließ.« Ute Daniel im ZEIT-Interview |
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Im Wirtschaftspodcast der ZEIT erläutert Julian Genner, warum Preppen inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und was Preppen von sinnvoller Vorsorge unterscheidet. |
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»Davies würdigt damit diejenigen, deren unermüdliches Engagement weitgehend unbekannt blieb – die aber maßgeblich dazu beigetragen haben, Gewalt gegen Frauen zu ächten und zu ahnden.« Anne-Kathrin Weber, DLF Andruck |
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»Wer verstehen will, wie Glaube, religiöse Autorität und politische Macht in Amerika zusammenklingen, kommt an diesem Buch nicht vorbei.« Mike Gray, bref - Das Magazin für Kultur, Gesellschaft und Religion |
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»[Hochschilds] Ansatz bietet kontextübergreifend Potential für die Auseinandersetzung mit dem Aufstieg rechter Politik. [...] Die Lektüre von ›Geraubter Stolz‹ gibt zu denken.« Marianne Heimbach-Steins, feinschwarz - Theologisches Feuilleton
»Hochschilds Buch liefert reichhaltiges Material an regionaler Geschichte, an Lebensgeschichten und deren Interpretation [...]. Es lohnt, sich auf die widersprüchlichen Erfahrungen der ›Gesichter in der Menge‹ (89) einzulassen.« Wolfgang Völker, express
»[Hochschild geht es] um das Nachvollziehen von Ressentiments und Wahlentscheidungen. [...] Genau darin besteht auch die Besonderheit ihres Buches, das mehr interpretierender Bericht denn sozialwissenschaftliche Studie ist.« Armin Pfahl-Traughber, hpd |
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Mittelweg 36: Rückblick und Ausblick |
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Ausgabe 1/2026, Zusammenhalt, ist erschienen.
Der gesellschaftliche Zusammenhalt scheint gefährdet wie nie. Kaum ein Tag vergeht, ohne dass vor seinem Verlust gewarnt oder sein Erhalt gefordert wird. Und je mehr er zu schwinden scheint, desto eindringlicher wird er beschworen. Doch stimmt der Befund und sind die Sorgen berechtigt?
Mehr zum Heft
Erhältlich per Mail, über unseren Webshop oder im (Bahnhofs-) Buchhandel. |
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Im April erscheint unsere Ausgabe 2/2026, Auserzählt. Narrative vom Ende und das Ende der Narrative.
Mit Beiträgen von Carolin Amlinger, David-Christopher Assmann, Ulrich Bröckling, Urs Büttner, Christoph Engemann, Elana Gomel, Achim Landwehr, Sascha Michel, Florian Schmidt, Laura Wolters u.a. |
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»Mittelweg 36 – Der Podcast« |
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Podcast-Episode #39: Wie polarisiert sind die USA, Nils Kumkar?
Nils Kumkar war im Januar 2025 in LA und ist nun für einige Wochen zurückgekehrt. In der neuen Podcast-Folge spricht er mit Jens Bisky über das anhaltende Trump-Spektakel, Polarisierung, die Epstein-Files und »wirklich wichtige Themen«.
Jetzt reinhören - auf unserer Website und allen gängigen Podcatchern wie iTunes / Apple Podcasts, Deezer und Spotify. |
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Aus dem Hamburger Institut für Sozialforschung |
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Bücher am HIS
31. März, 19 Uhr
Lehrer des Bösen oder Denker der Freiheit? Machiavelli zwischen Republikanismus und Radikalismus
Mit Philipp Hölzing und Achatz von Müller
Eine Kooperation mit dem Verlag Matthes & Seitz Berlin |
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