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Verlag und Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Newsletter | 5. Februar 2026

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der gesellschaftliche Zusammenhalt scheint gefährdet wie nie. Kaum ein Tag vergeht, ohne dass vor seinem Verlust gewarnt oder sein Erhalt gefordert wird. Und je mehr er zu schwinden scheint, desto eindringlicher wird er beschworen. Doch stimmt der Befund und sind die Sorgen berechtigt? Wirft man einen historisch wie soziologisch informierten Blick auf andere zeitliche und räumliche Kontexte, wird schnell deutlich, dass die Rede vom gesellschaftlichen Zusammenhalt und seinem drohenden Verlust nicht nur zahlreiche Vorläufer, Varianten und Ausprägungen kennt, sondern stets auch mit politischen Absichten und Interessen verbunden ist. Diese wie jene nimmt das neue Mitttelweg 36- Heft anhand ausgewählter Beispiele in den Blick. 

In ihrer lesenswerten Studie »Der erschöpfte Staat« veranschaulicht Ariane Leendertz den Wandel von Staatlichkeit und die Verbindung zwischen neoliberaler Theorie und politischer Praxis.

Wir wünschen gute Lektüre und freuen uns auf Ihren Besuch!

Das Team der Hamburger Edition und des Mittelweg 36

Zusammenhalt. Zum Wandel einer Beschwörungsformel, Heft 1 | Februar/März 2026

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Erhältlich über unsere Website, per Mail und im (Bahnhofs-)Buchhandel.

Als Dankeschön für die Bestellung eine Jahres-Abonnements erhalten Sie ein Buch aus dem Programm der Hamburger Edition:

Kersten/Neu/Vogel, Politik des Zusammenhalts. Über Demokratie und Bürokratie

Rosanvallon, Unsichtbare Institutionen

van Dyk/Haubner, Community-Kapitalismus

Beiträger:innen

• Zarin Aschrafi / Dirk van Laak: Zur Problematisierung des gesellschaftlichen Zusammenhalts 

• Michael Becker: Ein moderner Mandarin. Gesellschaftliche Integration, nationale Kontinuität und die Rolle der Intellektuellen bei Helmut Schelsky

• Ariane Leendertz: Zusammenhaltsbeschwörungen in Zeiten der Polykrise. Jimmy Carter und die crisis of confidence

• Almuth Ebke: Community und Society. New Labour und die Herausforderung gesellschaftlichen Zusammenhalts

• Jens Gieseke: Zusammenhalte im Staatssozialismus. Betrachtungen zur DDR-Gesellschaft

• Ein Gespräch mit Philip Manow: Wider die Normativität. Über Demokratie, Populismus und Zusammenhalt

• Berthold Vogel: Ortstermin: Das »Haus des Volkes« in Probstzella 

Mehr zum Heft

Eröffnet wird das Heft durch Einleitende Bemerkungen von Zarin Aschrafi und Dirk van Laak, die über Aufgaben und Selbstverständnis des 2020 gegründeten Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) informieren sowie Überlegungen Zur Problematisierung des gesellschaftlichen Zusammenhalts aus wissenschaftlicher Perspektive formulieren. Anschließend beschreibt Michael Becker unter dem Titel Ein moderner Mandarin, wie Gesellschaftliche Integration, nationale Kontinuität und die Rolle der Intellektuellen bei Helmut Schelsky miteinander zusammenhängen und Arbeit wie Selbstverständnis des Nachkriegssoziologen prägten. Um die prekären Erfolgsbedingungen von Zusammenhaltsbeschwörungen in Zeiten der Polykrise geht es im Beitrag von Ariane Leendertz, deren Ausführungen über Jimmy Carter und die crisis of confidence den Kontext der »Malaise«-Rede vom 15. Juli 1979 erhellen – und damit ein klassisches Beispiel der Beschwörung von Vertrauen und Opferbereitschaft angesichts unlösbar scheinender politischer wie wirtschaftlicher Probleme. Was New Labour und die Herausforderung gesellschaftlichen Zusammenhalts miteinander zu tun haben und welche Rolle die Konzepte Community und Society während Tony Blairs Regierungszeit spielten, thematisiert Almuth Ebke. Betrachtungen zur DDR-Gesellschaft steuert Jens Gieseke bei, der zeigt, wie Zusammenhalt im Staatssozialismus als alltägliche Praxis und ideologisches Konstrukt funktionierte. Ein entschiedenes Plädoyer Wider die Normativität und die Überfrachtung politik- und sozialwissenschaftlicher Studien mit wertorientierten Maßstäben hält Philip Manow, der im Gespräch Über Demokratie, Populismus und Zusammenhalt allerdings einräumt, selbst alles andere als neutral zu sein, wenn die Stabilität der Demokratie auf dem Spiel steht.

Zum Ortstermin führt uns Berthold Vogel in Das »Haus des Volkes« in Probstzella, das während der Weimarer Republik im Bauhaus-Stil errichtet wurde.

Die Komplexitätsfalle

Ariane Leendertz, Der erschöpfte Staat

Ariane Leendertz

Der erschöpfte Staat

Eine andere Geschichte des Neoliberalismus

Die Historikerin zeigt, wie die Überzeugung, mithilfe des Staates gesellschaftliche Probleme lösen zu können, seit den 1960er Jahren erodierte. Ihre Studie zeichnet diesen Prozess auch an der Geschichte der Urban Policy in den USA nach.

»[E]ine eindrucksvolle Arbeit [...], die für die wissenschaftliche und politische Auseinandersetzung mit der Geschichte neoliberaler Programmatiken Standards setzt.« socialnet

Mehr zum Buch

Aus dem Hamburger Institut für Sozialforschung

BÜCHER AM HIS

17. Februar, 19 Uhr

FRANCO 1936-1975. Eine Neuvermessung des Diktators und seiner Herrschaft

Vortrag von Till Kössler, im Anschluss Gespräch mit mit Philipp Müller.

In Kooperation mit dem Instituto Cervantes Hamburg und dem Verlag C.H. Beck.

Mehr Informationen

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