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Verlag und Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Newsletter | 29. Januar 2026

Hamburger Edition

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in Kürze erscheinen die ersten Titel aus unserem Frühjahrsprogramm 2026.
Ute Daniel beleuchtet das Zwischenreich Weimarer Republik aus einer neuen Perspektive. In teils dramatischen Nahaufnahmen lässt sie die Protagonisten vor ihrem weltanschaulich-ideologischen Hintergrund hervortreten und illustriert, wie das Verhängnis seinen Lauf nahm. 

Klaus Schlichte diskutiert den Begriff Geopolitik, der heutzutage nichts anderes meint als Machtstaatspolitik. Ein Elend sei das, denn es befördere lediglich eine ungebremste Militarisierung und Eskalation der Gewalt.  

Zum Jahreswechsel haben wir einige ausgewählte Titel Open Access gestellt, die Sie interessieren könnten. Unsere Hamburger Leserinnen und Leser möchten wir gerne zu den Veranstaltungen mit Hannah Catherine Davies und Felix Roßmeißl einladen. Auch eine Auswahl an Rezensionen haben wir wieder für Sie zusammengestellt.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre.

Das Team der Hamburger Edition und des Mittelweg 36

Ab 16. Februar lieferbar

Ute Daniel

Im Zwischenreich

Eine Geschichte der Weimarer Republik 1918 bis 1933

Erfolge von Rechtsaußenparteien lassen sich nie allein über ihre Strategien oder Führungspersonen erklären. Das wäre auch mit Blick auf die Weimarer Republik zu einfach. Stattdessen müssen wir rekonstruieren, so Ute Daniel, wie andere politische Akteure die Situation wahrnahmen. Für die meisten von ihnen war die Weimarer Republik ein Zwischenreich, eine vorübergehende Verirrung. Ihr Handeln war ausschlaggebend für das Ende der Republik. Hitler war nur ein Profiteur.

Klaus Schlichte

Das Elend der Geopolitik

Klaus Schlichte zeigt, dass eine Auffassung internationaler Politik entlang der Kategorien und Denkweisen der »Geopolitik« ein intellektuelles Elend ist. Es wird den Herausforderungen internationaler Politik der Gegenwart nicht gerecht. Außerdem führt die »Geopolitik« ins Elend: Denn hinter dem Begriff verbirgt sich aktuell bloßes Machtstaatsdenken. Der Vorwurf der Machtstaatspolitik wird zwar vor allem der russischen und US-amerikanischen Regierung gemacht, aber viele andere Regierungen folgen. Das gefährdet den Frieden und eine bessere Zukunft.

Unsere Veranstaltungen im Februar

Mittwoch, 4. Februar, 19 Uhr, Hamburg

Felix Roßmeißl

Im Sog der totalen Subkultur. Wie junge Menschen zu Dschihadisten werden

Hamburger Institut für Sozialforschung
Stefan Malthaner kommentiert.

Freitag, 13. Februar, 18 Uhr, Hamburg

Hannah Catherine Davies

Rechtsstaat und Patriarchat. Eine Geschichte sexueller Gewalt in der Bundesrepublik, 1973 bis 1997

Frauen*bildungszentrum DENKtRÄUME

Eva von Redecker moderiert.

Open Access

Wir haben folgende Titel neu Open Access gestellt:

In den Medien

Rezensionen

(Volltextzugriff eventuell kostenpflichtig)

Arlie Russell Hochschild, Geraubter Stolz. Verlust, Scham und der Aufstieg der Rechten

»Dass Hochschild wieder mit Dutzenden Menschen aus einer übersehenen Ecke Amerikas stundenlang gesprochen hat, ist ein Glücksfall. [Ihr] neues Werk ›Geraubter Stolz‹ ist erhellend und facettenreich.« Matthias Kolb, SZ

»Menschen zu sehen, […], sie als Personen erkennbar zu machen. Eine kluge, empathische Sozialforschung besitzt diese Kraft zum Porträt – Hochschild zeigt das in ›Geraubter Stolz‹ auf eine sehr eindrückliche Weise.« Berthold Vogel, Soziopolis

Hannah Catherine Davies, Rechtsstaat und Patriarchat. Eine Geschichte sexueller Gewalt in der Bundesrepublik, 1973 bis 1997

»Davies schildert die §177-Reform wie den Krimi, der sie tatsächlich auch war.« Petra Gehring, FAZ

Felix Roßmeißl, Dschihadisten. Junge Männer in einer totalen Subkultur

»Das Buch richtet sich an alle, die begreifen wollen, wie Radikalisierung entsteht [...]. Es ist sachlich, eindringlich und gut verständlich geschrieben – und hilft, ein komplexes Thema differenziert zu betrachten.« Bibliomaniacs

Thomas Etzemüller, Handgranate oder Zeichenstift. Zur Ambivalenz der Moderne

»Es ist originell und erkenntnisstiftend, wie Etzemüller die Sozialingenieure des frühen 20. Jahrhunderts in den Blick nimmt – gerade, weil er sie nicht verherrlicht.« Niels Schniederjann, DLF

»Etzemüller zeigt auf scharfsinnige Weise die Ambivalenzen und komplexen Zusammenhänge bei der Suche moderner Gesellschaften nach sich selbst auf.«
Friederike Invernizzi, Forschung & Lehre

Fritz Bartel, Gebrochene Versprechen. Das Ende des Kalten Krieges und der Aufstieg des Neoliberalismus

»Originell ist, wie Bartel die in den 1960er-Jahren prominente Konvergenztheorie [...] in die Welt nach dem Boom überträgt.« Tim B. Müller, SZ

Lisa Adkins/Melinda Cooper/Martijn Konings, Die Asset-Ökonomie. Eigentum und die neue Logik der Ungleichheit

»[Dem Buch kommt] das Verdienst zu, die Verwerfungen auf den Wohnungsmärkten in Bezug zur Vermögenspreisinflation und Zentralbankpolitik zu setzen.«
Lukas Lachenicht, Soziopolis

Micha Knuth, Die stille Revolution. Marcel Gauchets historische Anthropologie der Demokratie

»Ein kluges und gut verständliches Buch, das komplexe Gedanken zur Geschichte der Demokratie anschaulich erklärt. [...] Sehr lesenswert für alle, die unsere Gegenwart besser verstehen wollen.« Bibliomaniacs

»Mittelweg 36 – Der Podcast«

Podcast-Episode #38: Was interessiert die Literatursoziologie, Christine Magerski?

 

Die Form sei das wahre Soziale in der Literatur, konstatierte Georg Lukács. Am Beispiel von Dorothee Elmigers »Die Holländerinnen« sprechen Christine Magerski und Hannah Schmidt-Ott in der neuen Podcast-Folge über die Form des Gegenwartsromans.

Jetzt reinhören - auf unserer Website und allen gängigen Podcatchern wie iTunes / Apple Podcasts, Deezer und Spotify.

Aus dem Hamburger Institut für Sozialforschung

Bücher am HIS

4. Februar, 19 Uhr

Im Sog der totalen Subkultur. Wie junge Menschen zu Dschihadisten werden

Ein Vortrag von Felix Roßmeißl
Kommentiert von Stefan Malthaner
Moderiert von Eddie Hartmann

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Hamburger Edition statt.

Weitere Informationen zu unseren Veranstaltungen

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