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Verlag und Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Newsletter | 25. November 2021

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

drei so wichtige wie thematisch unterschiedliche Neuerscheinungen möchten wir Ihnen vorstellen. Klaus Holz und Thomas Haury beleuchten die verschiedenen Ausprägungen von israelbezogenem Antisemitismus. Silke van Dyk und Tine Haubner nehmen die neue Kultur der Umsonstarbeit in den Blick. Der Band »Vor aller Augen«, herausgegeben von Gaby Zipfel, Regina Mühlhäuser und Kirsten Campbell, führt in die historischen Dimensionen von sexueller Gewalt in bewaffneten Konflikten ein und diskutiert in diesem Zusammenhang zentrale Fragen der Gegenwart.

Sollte Ihnen der Name Frantz Fanon in nächster Zeit häufiger begegnen, dann liegt dies vermutlich daran, dass sich das Erscheinen seines noch heute viel diskutierten Buches »Die Verdammten dieser Erde« mit dem Vorwort von Jean-Paul Sartre im Dezember zum 60sten Mal jährt. Die Graphic Novel von Frédéric Ciriez und Romain Lamy erzählt die Lebensgeschichte des Schriftstellers und Vordenkers der Dekolonisation.

Auch Termine, Buchbesprechungen und Beiträge unserer Autorinnen und Autoren zu gegenwärtigen Themen sowie Aktuelles vom Mittelweg 36 haben wir wieder für Sie zusammengestellt.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.
Das Team der Hamburger Edition und des Mittelweg 36


Neuerscheinungen


Klaus Holz | Thomas Haury

Antisemitismus gegen Israel

Dieses Buch entwickelt ein präzises und fundiertes Verständnis von israel-bezogenem Antisemitismus und macht seine Muster sichtbar.

Klaus Holz und Thomas Haury rekonstruieren seine unterschiedlichen Ausprägungen und die damit einhergehenden Selbstbilder.

Sie analysieren Antisemitismus von links, islamistischen und post-nazistischen Antisemitismus, antirassistische Identitätspolitik, Christen wider und für Israel sowie die neue Rechte.

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Silke van Dyk | Tine Haubner

Community-Kapitalismus

Unbezahlte Arbeit findet nicht nur im Privathaushalt statt. Die Bewältigung von Sorgelücken wird zunehmend an die Zivilgesellschaft delegiert.

Die Autorinnen beschreiben diese Entwicklung mit dem Begriff »Community-Kapitalismus«, analysieren seine Kehrseiten und fragen nach Alternativen.

»Ihr Buch ist eine wichtige Ergänzung zur Analyse des gegenwärtigen Kapitalismus und ein starkes Plädoyer für eine staatlich garantierte, aber strikt vergesellschaftete Infrastruktur.« taz

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Gaby Zipfel | Regina Mühlhäuser | Kirsten Campbell (Hg.)

Vor aller Augen

Sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten

In Essays, Reflexionen und Gesprächen zeigen die Autor*innen, in welch vielfältigen Konstellationen sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten auftritt.

Zusammengestellt im Rahmen der internationalen Forschungsgruppe »Sexual Violence in Armed Conflict« führt das Buch in die historischen Dimensionen ein und diskutiert zentrale politische und juristische Fragen der Gegenwart.

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Termine



Aus aktuellem Anlass


Ciriez/Lamy, Frantz Fanon

60 Jahre »Die Verdammten dieser Erde«

Frédéric Ciriez | Romain Lamy

Frantz Fanon

Kurz vor seinem Tod am 6. Dezember 1961 erschien Frantz Fanons wichtigstes Werk »Die Verdammten dieser Erde« mit dem berühmten Vorwort von Jean-Paul Sartre.

Die von der französischen Kritik begeistert aufgenommene Graphic Novel erzählt die Lebensgeschichte Frantz Fanons. Sie ist ein so kluges wie originelles Buch über Rassismus, Kolonialismus, Gewalt und Befreiung.

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Die Edition in Bild und Ton

Multimediabeiträge mit unseren Autor*innen


Ute Daniel

»Es schadet, wenn man die Demokratie als etwas betrachtet, das so sein muss, wie es ist.«

Ute Daniel spricht im Deutschlandfunk Kultur über die Mechanik der Macht und erklärt, wie die Exekutive durch Reformen immer weiter gestärkt wurde, sodass ein politisches System entstand, das so gar nicht geplant war.

Mehr zu Ute Daniel und ihrem Buch »Postheroische Demokratiegeschichte«


Lob und Kritik

Rezensionen und Autor*innenbeiträge


Rezensionen (Volltextzugriff eventuell kostenpflichtig)

Frédéric Ciriez | Romain Lamy, Frantz Fanon

»[Ein] guter Einstieg in die Debatten und Marotten dieser Zeit.«
Tom Schimmeck, Deutschlandfunk Andruck

Oliver Eberl, Naturzustand und Barbarei. Begründung und Kritik staatlicher Ordnung im Zeichen des Kolonialismus

»Oliver Eberl [legt] in seiner aufwändigen, präzise argumentierenden [...] Studie die kolonialen Wurzeln des Naturzustandsbegriffs offen.«
Thomas Wagner, Blätter für deutsche und internationale Politik

Gaby Zipfel | Regina Mühlhäuser | Kirsten Campbell (Hg.), Vor aller Augen. Sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten

»Für Leserinnen und Leser eine wahrlich lohnende Lektüre.«
Mindy Roseman, Human Rights Quarterly


Beiträge und Interviews, von und mit Autor*innen
(Volltextzugriff eventuell kostenpflichtig)

»29 Bilder des Grauens«: Wie Andrej Angrick die Dias fand, die das Massaker von Babyn Jar dokumentieren. In: Die Welt

80 Jahre nach einem der größten Verbrechen der Wehrmacht, erzählt Denis Fengler in der Welt, wie Andrej Angrick den Aufnahmen von dem Massaker in Babyn Jar auf die Spur kam und welche Rolle sie in der Ausstellung »Verbrechen der Wehrmacht« spielten.

Mehr zu Andrej Angrick und dem Ausstellungskatalog »Verbrechen der Wehrmacht«

»Demokratie, wann und wie?«: Ute Daniel schreibt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über experimentelle Zugänge zur unvorhersehbaren Geschichte.

Demokratiegeschichte kann aus diachroner oder synchroner Perspektive erzählt werden, wobei die diachrone Darstellung lange Zeit dominiert hat, so Ute Daniel. In ihrem Beitrag vermutet sie darin den Grund, warum derzeit mit neuen Narrativen experimentiert wird.

Mehr zu Ute Daniel und ihrem Buch »Postheroische Demokratiegeschichte«

»Die wesentlichen Dinge sind gesagt« wird Jan Philipp Reemtsma in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zitiert.

In seinem Bericht über die Veranstaltung »Wie man die ›Verbrechen der Wehrmacht‹ ausstellt« im Fritz-Bauer-Institut beschreibt Thomas Thiel, welches Resümee Jan Philipp Reemtsma zwanzig Jahre nach der zweiten Ausstellung zieht und weshalb er der Auffassung ist, dass jede Ausstellung ihre Zeit hat und hatte.

»Vergangenheit, die nicht vergeht«: Bericht über die Veranstaltung zu zwanzig Jahre Wehrmachtsausstellung in der Süddeutschen Zeitung.

Warum gerade ein vehementer Gegner der Ausstellung ihren Erfolg befördert hat und welche Reaktionen, Emotionen und Provokationen mit den Ausstellungen verbunden waren, beleuchtet Kurt Kister in seinem Bericht über die Veranstaltung mit Jan Philipp Reemtsma in München.

Mehr zu Jan Philipp Reemtsma, dem Ausstellungskatalog »Verbrechen der Wehrmacht« und dem gleichnamigen Mittelweg 36 Heft.

»#Foucault. Eine Spurensuche«: Philipp Sarasin beleuchtet Leben und Denken des ›kalten‹ Analytikers auf geschichtedergegenwart.ch

Trotz seiner großen Präsenz in den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen bleibt Michel Foucault ein Rätsel. Wie kaum ein anderer änderte der »Seismograph seiner Zeit« immer wieder seinen Fokus, wandte sich neuen Themen zu und versetzte sein Publikum in Erstaunen, so Philipp Sarasin in seinem Essay

Mehr zu Philipp Sarasin und »Wie weiter mit Michel Foucault«


Mittelweg 36: Rückblick und Ausblick




Ausgabe 5-6/2021,»Verbrechen der Wehrmacht«. Anmerkungen zu einer Ausstellung ist im Oktober erschienen.

Historische Ausstellungen zeigen Geschichte. Was aber, wenn sie selbst Geschichte werden? Ende November jährt sich die Eröffnung der »zweiten Wehrmachtsausstellung« zum zwanzigsten Mal – Anlass für Anmerkungen zu einer Ausstellung, die zusammen mit unserem Wissen um die Geschichte auch unseren Blick auf sie verändert hat. 

Erhältlich per Mail, über unseren Webshop oder im (Bahnhofs-) Buchhandel.

Im Dezember 2021 erscheint kein Mittelweg 36. Die nächste Ausgabe 1/2022, »Havarie Europa« zum Thema Euroskepsis wird im Februar 2022 publiziert.

Mit Beiträgen von Philipp Müller, Kiran Klaus Patel, Deborah Mabbett, Waltraud Schelkle, Wolfram Kaiser, Christoph Möllers, Agnieszka Łada-Konefał und Annett Gröschner.

Das Mittelweg 36- Weihnachtsangebot


Weihnachtsangebot


Aus dem Hamburger Institut für Sozialforschung


Veranstaltung HIS

Antisemitismus gegen Israel

LIVE-STREAM 7. Dez. 2021

19 Uhr

Der Autor Klaus Holz und die Historikerin Stefanie Schüler-Springorum stellen das Buch »Antisemitismus gegen Israel« im Gespräch mit Jens Bisky vor und diskutieren über die Frage, was unter Antisemitismus gegen Israel zu verstehen ist.

Es begrüssen Jörg Hermann (Ev. Akademie) und Wolfgang Knöbl (HIS).

Den LINK ZUM LIVESTREAM finden Sie kurzfristig auf der Website des HIS.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des HIS mit der Evangelischen Akademie der Nordkirche und der Hamburger Edition sowie TIDE TV als Medienpartner.


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