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Verlag und Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Newsletter | 14. Oktober 2021


Liebe Leserinnen und Leser,

Historische Ausstellungen zeigen Geschichte. Was aber, wenn sie selbst Geschichte werden? Zwei Ausstellungen, die zu historischen Ereignissen wurden, waren die Wehrmachtsausstellungen des Hamburger Instituts für Sozialforschung, die von 1995 bis 2004 sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Fachwelt auf breites Interesse stießen und kontrovers diskutiert wurden. Am 27. November 2021 jährt sich die Eröffnung der zweiten Wehrmachtsausstellung zum zwanzigsten Mal – Anlass für Anmerkungen zu einer Ausstellung, die zusammen mit unserem Wissen um die Geschichte auch unseren Blick auf sie verändert hat.

Lesen Sie mehr in der Ausgabe 5-6/2021 unserer Zeitschrift Mittelweg 36.

Der Ausstellungskatalog »Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941–1944« ist soeben in der dritten Auflage erschienen und erstmals auch als E-Book erhältlich.


Wir wünschen gute Lektüre und freuen uns auf Ihren Besuch!

Das Team der Hamburger Edition und des Mittelweg 36

»Verbrechen der Wehrmacht«. Anmerkungen zu einer Ausstellung, Heft 5-6 | Oktober 2021



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Erhältlich über unsere Website, per Mail und im (Bahnhofs-)Buchhandel.

Als Dankeschön für die Bestellung eines Jahres-Abonnements erhalten Sie ein Buch aus dem Programm der Hamburger Edition:

HIS (Hg.), Eine Ausstellung und ihre Folgen. Zur Rezeption der Ausstellung »Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944«
Cabanes, Eine Geschichte des Krieges. Vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart
Scharnberg, Die »Judenfrage« im Bild. Der Antisemitismus in nationalsozialistischen Fotoreportagen


Beiträger_innen

• Jens Bisky: Zwanzig Jahre danach

• »Das Bild fiel noch düsterer aus.« Ein Gespräch mit Ulrike Jureit

• Peter Geimer: Was aus dem Rahmen fällt. Fotografische Zeugenschaft und das Wissen der Schrift

• Deborah Hartmann/Michael Haß/Eike Stegen: Zeitgeschichte ausstellen

• Janosch Steuwer: Die trügerische Chance der Rechten

• Julia Hörath: »Opa halt's Maul!« Proteste gegen die Neonaziaufmärsche während der Wehrmachtsausstellung, 2001 bis 2004

• Katrin Stoll: Von Szymon Datner lernen. Zur Dokumentation der Verbrechen der Wehrmacht in Polen aus jüdischer Sicht

• »Eine Art vergangenheitspolitischer Endkampf«. Ein Gespräch mit Ulrich Herbert


Mehr zum Heft

Als die grundlegend überarbeitete Ausstellung in den Berliner Kunst-Werken ihre Tore für das Publikum öffnete, war Jens Bisky vor Ort. Zwanzig Jahre danach situiert er die Ausstellung in ihrem zeitgeschichtlichen Kontext und setzt sie in Beziehung zur Vorgängerausstellung. Anschließend erläutert Ulrike Jureit, die Sprecherin des zweiten Ausstellungsteams, im Gespräch die wissenschaftlichen und didaktischen Herausforderungen der neukonzipierten Ausstellung und widerspricht dem Vorwurf, die Kritik an der Wehrmacht entschärft zu haben: »Das Bild fiel noch düsterer aus.« Für das, Was aus dem Rahmen fällt und sich der einfachen Vermittlung entzieht, interessiert sich Peter Geimer, der anhand des unterschiedlichen Umgangs der beiden Ausstellungen mit dem umfangreichen Bildmaterial über Fotografische Zeugenschaft und das Wissen der Schrift nachdenkt. Um geschichtsdidaktische und rezeptionsästhetische Konsequenzen der zweiten Wehrmachtsausstellung geht es in dem Beitrag von Deborah Hartmann, Matthias Haß und Eike Stegen, die fragen, wie sich Zeitgeschichte ausstellen lässt und mit welchen Mitteln historische Großereignisse ebenso wie private Einzelschicksale für ein Publikum erfahrbar werden. Das starke Interesse rechtsextremer Akteure an der Ausstellung nimmt Janosch Steuwer in den Blick. In Die trügerische Chance der Rechten beschreibt er, wie Nationalisten und Rechtsradikale mit Demonstrationen gegen die Wehrmachtsausstellungen zwar Mobilisierungserfolge verbuchen konnten, aber letztlich gesellschaftlich isolierter zurückblieben. Die linken Proteste gegen die Neonaziaufmärsche während der Wehrmachtsausstellung, 2001 bis 2004, thematisiert Julia Hörath in »Opa halt’s Maul!«. Leisere Töne schlägt Katrin Stoll an, die zeigt, was wir Von Szymon Datner lernen können, einem Shoah-Überlebenden und Historiker, der Zur Dokumentation der Verbrechen der Wehrmacht in Polen aus jüdischer Sicht gearbeitet hat. In einem Gespräch deutet Ulrich Herbert die Debatten um die beiden Wehrmachtsausstellungen als »Eine Art vergangenheitspolitischer Endkampf«, in dem vor dem Hintergrund der wenige Jahre zuvor vollzogenen Wiedervereinigung zusammen mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auch das gegenwärtige Selbstverständnis Deutschlands verhandelt wurde. Komplettiert wird der Rückblick durch Auszüge aus den Reden der 1997 aus Anlass der ersten Wehrmachtsausstellung geführten Bundestagsdebatte sowie durch ausgewählte Einträge aus den Gästebüchern der zweiten.

Neuauflage des Katalogs


 

Hamburger Institut für Sozialforschung (Hg.)

Verbrechen der Wehrmacht

Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941–1944

20 Jahre nach der Eröffnung der zweiten Ausstellung ist der Katalog »Verbrechen der Wehrmacht« in dritter Auflage erschienen und erstmals auch als E-Book erhältlich.

Gebunden

765 Seiten, 961 Abbildungen

46 Karten, farbig, Großformat

30 €

Mehr zu Buch und E-Book


Und fünf neue Bücher sind in der Hamburger Edition erschienen. Begleiten Sie Frantz Fanon nach Rom zu dem berühmten Treffen mit Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir und Claude Lanzmann. Klaus Holz und Thomas Haury legen die Publikation »Antisemitismus gegen Israel« vor. Im neuen Band der kleinen reihe geht es um »Community-Kapitalismus«, und der bekannte Soziologe Howard S. Becker lädt Sie ein, seine soziologischen Tricks kennenzulernen. Die Verbindungen zwischen der deutschen 68er-Bewegung und der Black Panther Party hat der Historiker Pablo Schmelzer untersucht.


Aus dem Hamburger Institut für Sozialforschung


 
Bücher am HIS
2. November, 19 Uhr

Hat für den Kongo die Stunde der Gerechtigkeit geschlagen?

Patrick Hönig und Gerd Hankel diskutieren über den Versuch, in einem von kriegerischen Auseinandersetzungen versehrten Land mithilfe mobiler Gerichte Gerechtigkeit herzustellen.

Eine Kooperation des Hamburger Instituts für Sozialforschung mit der Hamburger Edition

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