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Verlag und Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Newsletter | 5. Februar 2020


Liebe Leserinnen und Leser,

Im vergangenen Jahrhundert entdeckten die mit der komplizierten Psyche und dem nicht minder schwierigen Verhalten des Menschen befassten Wissenschaften einen Gegenstand, der ihnen zahlreiche neue Forschungsfelder eröffnete: Die Gruppe. Mindestens ebenso interessiert wie an der Beantwortung theoretischer Fragen waren die Forscherinnen und Forscher dabei an der Lösung praktischer Probleme, die sie sich von der Konzeption und dem Einsatz unterschiedlichster, vom Stuhlkreis bis zur Gesprächstherapie reichender Formate versprachen. Die gleichermaßen vielfältigen wie folgenreichen Ausprägungen des Gruppenkonzepts nachzuzeichnen und die Komplexität der Disziplinen, Diskurse und Kulturen überschreitenden Bezüge zu erhellen, ist das Ziel der hier versammelten Beiträge Zur Geschichte und Theorie eines folgenreichen Konzepts.

Lesen Sie mehr über Die Gruppe in der Doppelausgabe 6/2019-1/2020 der Zeitschrift Mittelweg 36.  

Außerdem laden wir Sie herzlich zu zwei Veranstaltungen mit unseren Autor*innen am Hamburger Institut für Sozialforschung ein.

Wir wünschen gute Lektüre und freuen uns auf Ihren Besuch!

Das Team der Hamburger Edition und des Mittelweg 36

Die Gruppe. Zur Geschichte und Theorie eines folgenreichen Konzepts

Heft 6-1 | Dezember 2019/Januar 2020

U1

Doppelheft

Print € 22, (versandkostenfrei)

E-Journal € 15,

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Beiträger_innen

• Hanna Engelmeier / David Kuchenbuch / Timo Luks: Epistemologie der Gruppe. Forschungsperspektiven, 1920–2000

• Thomas Etzemüller: Weltbewältigungsinstrument. Die Gruppe zwischen schwerer und kybernetischer Moderne

• Timo Luks: Gruppe und Betrieb. Sozialwissenschaftliche Zugriffe auf industrielle Produktionsweisen, 1920–2000

• Nora Binder: Künstliche Fälle. Inszenierungen in der Sozialpsychologie Kurt Lewins

• Daniel Monninger: Flexibilität, Anpassung, Selbstorganisation. Das Tavistock Institute of Human Relations und die Gruppe als therapeutisches Objekt

• Johannes Platz: Das Gruppenexperiment. Die empirischen Studien des Frankfurter Instituts für Sozialforschung, 1950–1961

• Jens Elberfeld: Das Ich und das Wir. Gruppentherapie zwischen Sozialisierung der Psyche, Gemeinschaftserfahrung und Regierungstechnik

• Heike Delitz: »There Is No Such Thing ...«. Zur Kritik an Kollektivbegriffen in der Soziologie

• Gregor Harbusch: Verdichtete Räume. Entwürfe des Berliner Architekten Ludwig Leo

Aus der Protest-Chronik

• Wolfgang Kraushaar: 2. September 2019, Teheran


Mehr zum Heft

Zu Beginn des Heftes führen Hanna Engelmeier, David Kuchenbuch und Timo Luks in die Epistemologie der Gruppe ein und geben einen Überblick über Themen und Forschungsperspektiven.
Anschließend skizziert Thomas Etzemüller anhand ausgewählter Beispiele aus dem deutschen und dem US-amerikanischen Kontext die Bedeutung des Gruppenkonzepts als Weltbewältigungsinstrument. Ihm folgt Timo Luks, der den Zusammenhang von Gruppe und Betrieb in den Blick nimmt und in einem länder- wie epochenübergreifenden Abriss unterschiedliche Sozialwissenschaftliche Zugriffe auf industrielle Produktionsweisen präsentiert. Sodann zeigt Nora Binder unter dem Titel Künstliche Fälle, welche konstitutive Bedeutung Gruppenarbeiten und Inszenierungen in der Sozialpsychologie Kurt Lewins zukam. Die Geschichte des Tavistock Institute of Human Relations und seine Rolle bei der Implementierung von Werten wie Flexibilität, Anpassung und Selbstorganisation in der neuen Arbeitswelt sind das Thema des Beitrags von Daniel Monninger. Anschließend erörtert Johannes Platz den methodischen Stellenwert, den Das Gruppenexperiment für Die empirischen Studien des Frankfurter Instituts für Sozialforschung besaß, und schildert die (wissenschafts-) politischen Kontroversen, die aus seiner Anwendung resultierten. Die Überzeugung, dass Das Ich und das Wir zusammengehören und einander stärken können, war die Grundlage für das überaus erfolgreiche Format der Gruppentherapie, deren Geschichte der Beitrag von Jens Elberfeld erzählt. Unter Anspielung auf das berühmte Zitat, mit dem Großbritanniens frühere Premierministerin Margaret Thatcher seinerzeit die Existenz der Gesellschaft in Abrede stellte, nimmt Heike Delitz in There Is No Such Thing … Stellung Zur Kritik an Kollektivbegriffen in der Soziologie. Abschließend beschreibt Gregor Harbusch Entwürfe des Berliner Architekten Ludwig Leo und zeigt, wie dieser durch Verdichtete Räume das soziale Miteinander von deren Bewohnern zu steuern suchte.

Zu guter Letzt gilt es einen Abschied zu verkünden: Nach annähernd 28 Jahren legt Wolfgang Kraushaar das Amt und die Feder des Chronisten nieder. In seiner letzten Protest-Chronik erinnert er an die junge Iranerin Sahar Khodayari, die sich am 2. September 2019 selbst in Brand setzte, als sie erfuhr, dass sie wegen des unerlaubten Besuchs eines Männerfußballspiels zu einer mehrmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt werden sollte.

Veranstaltungen


Cover Politik des Zusammenhalts

Berthold Vogel, »Die Provokation des Zusammenhalts«

Am 06.02. hält unser Autor Berthold Vogel an der Uni Konstanz den Vortrag »Die Provokation des Zusammenhalts. Für eine neue Soziologie öffentlicher Institutionen«. Die Veranstaltung wird vom Forschungszentrum Ausländer- & Asylrecht (FZAA) und vom im Aufbau befindlichen Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) organisiert.

Donnerstag, 06. Februar, 18:45 Uhr
Raum A703, Universität Konstanz

Weitere Informationen zur Veranstaltung, sowie zu Berthold Vogel und seinem Buch »Politik des Zusammenhalts«.


Cover Weibliche Angelegenheiten

Johannes Schwartz, »Gewalt und Geschlecht im Frauen-KZ«

Unser Autor Johannes Schwartz stellt sein Buch im Rahmen der Gedenkveranstaltungen in Bremen zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus vor. Die Veranstaltung beginnt mit einem Kurzvortrag von Marion Reich (Bremer Frauenmuseum) und wird in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Bremen durchgeführt.

Donnerstag, 27. Februar, 18 Uhr
Landeszentrale für politische Bildung

Weitere Informationen zur Veranstaltung auf den Seiten der Landeszentrale für politische Bildung Bremen sowie zu Johannes Schwartz und seinem Buch »Weibliche Angelegenheiten«.

Die Edition in Bild und Ton

Multimediabeiträge mit unseren Autor*innen


Bild Jan Philipp Reemtsma

»Democracy and Emphasis« – Jan Philipp Reemtsma bei #55Voices im Thomas Mann House Los Angeles

Anfang Januar hielt Jan Philipp Reemtsma einen Vortrag im Thomas Mann House in Los Angeles im Rahmen der Reihe »55 Voices for Democracy«. Die wichtigsten Passagen daraus sind nun auch auf dem Youtube-Channel von Villa Aurora und Thomas Mann House zu finden.

Weitere Informationen zu Jan Philipp Reemtsma und seinen Büchern bei der Hamburger Edition.

Bild Ulrike Jureit

»Wo verlaufen heute Generationengrenzen?« Ulrike Jureit auf BR Kultur

Boomer, Gen X, Millennials, Gen Z, Generation Alpha: Wo verlaufen heute die Generationengrenzen? Und was macht eine Generation überhaupt aus? Unsere Autorin Ulrike Jureit wurde im Bayerischen Rundfunk zur historischen Sichtweise auf Generationserfahrungen interviewt.

Weitere Informationen zu Ulrike Jureit und ihrem Buch »Generationen«.

Bild Ann Pettifor

Über die Rettung der Welt – und wer sie bezahlen soll. Ann Pettifor im halbzehn.fm-Podcast

Schon vor Veröffentlichung ihres Buches »The Case for the Green New Deal« wurde unsere Autorin Ann Pettifor im halbzehn.fm-Podcast für eine neue linke Politik interviewt und konnte die Notwendigkeit und Umsetzung dieses ambitionierten Programms darlegen.

Weitere Informationen zu Ann Pettifor und ihrem im April erscheinenden Buch »Green New Deal«.


TiefenSchärfe-Podcast


Bild Hedwig Richter

»Krisen sind normal für Demokratien« – Hedwig Richter im TiefenSchärfe-Podcast

In Folge 3 unseres Podcasts geht es mit der Historikerin Hedwig Richter um die oft chaotische Geschichte der Einführung des Wahlrechts – inklusive napoleonischer Plebiszite, bei denen von Tür zu Tür gegangen wurde, frühen Wahlen, bei denen geraucht und getrunken wurde und dem langen Kampf um die Einführung des Frauenwahlrechts.

Weitere Informationen zu Hedwig Richter und ihren Büchern »Moderne Wahlen« und »Frauenwahlrecht«.


Aus dem Hamburger Institut für Sozialforschung


Aktuelle Veranstaltungen

Logo Spaniens Seufzer

Am 11. Februar sind Claudia Neu, Jens Kersten und Berthold Vogel im HIS zu Gast und diskutieren mit Jan-Hinrik Schmidt über »Politik des Zusammenhalts«.

Am 19. Februar findet in Kooperation mit dem Instituto Cervantes Hamburg die Veranstaltung »Spaniens Seufzer. Geschichte und Gegenwart des spanischen Nationalgedankens, 1808–2019« statt, eine Gesprächsrunde mit Xosé M. Núñez Seixas, Anna Catharina Hofmann und Philipp Müller über den spanischen Nationalismus.

Beide Veranstaltungen finden am HIS statt und beginnen um 19 Uhr. Hier finden Sie weitere Informationen zu den in der Hamburger Edition erschienenen Büchern unserer Gäste, »Politik des Zusammenhalts« und »Die bewegte Nation«, sowie zum Veranstaltungsprogramm des Hamburger Instituts für Sozialforschung.

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