Wird dieser Newsletter nicht korrekt angezeigt? Hier können Sie ihn online lesen.

Verlag und Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Newsletter | 18. September 2019


Bild, Neuerscheinungen Hamburger Edition

Liebe Leserinnen und Leser,

angesichts der ersten fallenden Blätter dürfte es manchen schwer ums Herz werden: Der Sommer neigt sich dem Ende zu und die Tage werden kürzer und kälter. Zeit für eine heiße Tasse Tee und ein gutes Buch!

Für die wissenschaftliche Community und Verlage wie uns bringen die Herbstmonate aber auch viel neuen Wind: Im letzten Drittel des Jahres finden die wichtigsten Messen und Kongresse statt, die einen vertieften Austausch zwischen schreibender und verlegender Zunft ermöglichen. Außerdem treffen in den Verlagshäusern die Paletten mit den Neuerscheinungen ein, die liebevoll wie kritisch begutachtet werden.

In unserem September-Newsletter stellen wir Ihnen die Herbstnovitäten der Hamburger Edition vor; außerdem haben wir eine Reihe von Veranstaltungstipps sowie Lese-, Seh- und Hörempfehlungen für Sie, in denen unsere Autor*innen das politische Tagesgeschehen interpretieren und bewerten.


Gute Lektüre und schöne letzte Sommertage wünscht Ihnen

das Team der Hamburger Edition und des Mittelweg 36


Unsere Neuerscheinungen im Herbst


Cover, Hoebel, Knöbl, Gewalt erklären

Thomas Hoebel / Wolfgang Knöbl

Gewalt erklären! Plädoyer für eine entdeckende Prozesssoziologie

Die soziologische Gewaltforschung droht zu stagnieren, neue Forschungsimpulse sind gefragt. Denn: Gewalt ist erklärungsbedürftig! Thomas Hoebel und Wolfgang Knöbl schlagen vor, konsequent an prozessualen Erklärungen von Gewalt zu arbeiten, wobei es nicht darum geht, die üblichen Warum-Fragen zu stellen, sondern dem »Wie« nachzugehen. Eine entdeckende Prozesssoziologie der Gewalt ist dabei hochsensibel für die Voraussetzungen und Grenzen dieser Form des Erklärens.

Weitere Infos, Leseprobe und Bestellmöglichkeit.


Cover, Fazal, [Kein] Recht im Krieg

Tanisha M. Fazal

[Kein] Recht im Krieg? Nicht intendierte Folgen der völkerrechtlichen Regelung bewaffneter Konflikte


»In diesem tiefgründigen, provokanten Buch enthüllt Fazal die unbeabsichtigten Folgen der Versuche, den Krieg durch Recht zu zähmen. Ihre unverwechselbare Mischung aus historischer Erzählung und quantitativer Analyse widerlegt viele Mythen über Frieden und Krieg, Staatlichkeit und Sezession und festigt ihren Ruf als eine der scharfsinnigsten Wissenschaftler*innen der Internationalen Beziehungen.«

David Armitage, Autor von »Bürgerkrieg. Vom Wesen innerstaatlicher Konflikte«

Weitere Infos, Leseprobe und Bestellmöglichkeit.


Cover Abbott, Prozessuales Denken

Andrew Abbott

Prozessuales Denken. Reflexionen über Marx und Weber


Andrew Abbott ist ein sozialtheoretischer Provokateur, der für ein konsequent prozessuales Denken steht. Aus dieser Perspektive heraus präsentiert er Marx und Weber als Denker, die Vergangenheit und Zukunft zu sehr voneinander trennen, um verstehen zu können, warum sich die Dinge so ereignen, wie sie es tun. Vergangenes ist im konkreten Handeln miteinander verwoben; Abbott spricht von »dichten Gegenwarten«. Sie sollten im Aufmerksamkeitszentrum einer zeitgemäßen Sozialforschung stehen, die diesen Namen verdient.

Weitere Infos, Leseprobe und Bestellmöglichkeit.


Cover, Núñez Seixas, Die bewegte Nation

Xosé M. Núñez Seixas

Die bewegte Nation. Der spanische Nationalgedanke 1808–2019


Rot-gelbe Fahnen an Balkonen und Geschäften: Solche öffentlichen Bekenntnisse eines spanischen Nationalgefühls haben vor allem seit den Auseinandersetzungen um eine katalanische Unabhängigkeit, aber auch angesichts des problematischen Verhältnisses des Baskenlandes und Galiciens zum Zentralstaat deutlich zugenommen. In der spanischen Politik und Öffentlichkeit spielt die Frage der nationalen Identität eine immer wichtigere Rolle. Vor diesem Hintergrund untersucht Xosé M. Núñez Seixas die Entwicklung des spanischen Patriotismus und Nationalismus bis in die Gegenwart.

Weitere Infos, Leseprobe und Bestellmöglichkeit.


Aktuelles


Die Hamburger Edition feiert Geburtstag!

Cover, Jubiläumsmagazin
Wir hatten es in unserer Juni-Ausgabe schon erwähnt: Die Hamburger Edition feiert dieses Jahr ihren 25. Geburtstag. Seit 1994 ist es unser Anliegen, mit unseren Büchern eine kritische wissenschaftliche wie auch politisch interessierte Öffentlichkeit zu erreichen; über 300 Bücher mit insgesamt 96 500 Seiten Umfang haben wir in einem Vierteljahrhundert veröffentlicht, haben zu Forschungsdebatten beigetragen und wichtige Themen in die Öffentlichkeit gebracht.

Nachzulesen gibt es all dies in unserem Jubiläumsmagazin, das uns auch zur Frankfurter Buchmesse, zum DGS-Regionalkongress in Jena und zum Histocamp begleiten wird. Einen Blick zurück in 25 Jahre Verlagsgeschichte bietet Ihnen zudem unsere Jubiläumsseite, auf der Sie auch einen Blick hinter die Kulissen unseres Verlages werfen können.


Veranstaltungen


»Was hält die Gesellschaft zusammen?« Berthold Vogel beim Göttinger Literaturherbst

Plakat, Göttinger Literaturherbst
Was hält Gesellschaften zusammen? Intensiv auseinandergesetzt hat sich mit dieser Frage unser Autor Berthold Vogel, Direktor des Soziologischen Forschungsinstituts Göttingen (SOFI). Mit Jens Kersten und Claudia Neu veröffentlichte Vogel das Buch »Politik des Zusammenhalts«; im Rahmen des Göttinger Literaturherbsts diskutiert er im Oktober mit dem Politiker Bernhard Reuter und der SPIEGEL-Journalistin Elke Schmitter darüber, was geeignete Maßnahmen gegen die zunehmende Spaltung der Gesellschaft sind.

Samstag, 26.10. 2019, 19:00 Uhr
Alte Mensa, Wilhelmsplatz 3
37073 Göttingen



Junior Researcher Workshop: »Prospects of Money: Theories, Developments, and Research Perspectives«

Logo, Forschungsgruppe Monetäre Souveränität
Am 23./24. Januar 2020 findet der Junior Researcher Workshop der Forschungsgruppe Monetäre Souveränität am Hamburger Institut für Sozialforschung statt. Organisiert wird die Veranstaltung von Friedo Karth, Carolin Müller, Gabriel Popham und Aaron Sahr. Eigene Einreichungen von Abstracts sind noch bis zum 14. Oktober 2019 möglich.

Weitere Informationen zur Forschungsgruppe Monetäre Souveränität sowie zum Buch »Das Versprechen des Geldes« von Aaron Sahr.


Die Edition in Bild und Ton

Multimediabeiträge mit unseren Autor*innen


Foto Hedwig Richter

»Nagen die Briten nach dem Brexit am Hungertuch?« Hedwig Richter im Deutschlandfunk

In »Der Tag mit Hedwig Richter« kommentiert unsere Autorin im Deutschlandfunk die Folgen eines No-Deal-Brexits und diskutiert mit Gastgeber Korbinian Frenzel über Populismus und das vor 70 Jahren etablierte Amt des Bundespräsidenten.

Weitere Informationen zu Hedwig Richter und ihrem Buch »Moderne Wahlen«.

Foto, Aaron Sahr, rund

»Wie Geld per Knopfdruck entsteht« – Podcast zu Aaron Sahrs »Keystroke-Kapitalismus« 

Seit kurzem podcasten Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt wöchentlich unter dem Titel »Wohlstand für Alle« über Wirtschaftsthemen. Das Thema der allerersten Episode ist die Geldschöpfung auf Knopfdruck und das Buch unseres Autors Aaron Sahr.

Weitere Infos zu Aaron Sahr und »Keystroke-Kapitalismus«.

»Why the Afghan war has lasted so long« – Tanisha M. Fazal im Defense One-Podcast

Schon 2018 wurde unsere Autorin Tanisha M. Fazal im Defense One-Podcast dazu interviewt, wie der Afghanistaneinsatz zum längsten Krieg wurde, den eine US-Regierung je geführt hat. Anlässlich der kürzlich gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen den USA und den Taliban bleibt das Thema hochaktuell.

Weitere Informationen zu Tanisha M. Fazal und ihrem gerade erschienenen Buch »[Kein] Recht im Krieg«.

»Wegscheiden der Demokratie – 1969«. TV-Debatte mit Wolfgang Kraushaar auf phoenix

Im August diskutierte unser Autor Wolfgang Kraushaar auf phoenix mit Michaela Kolster, Manfred Görtemaker, Heidemarie Wieczorek-Zeul und Diana Kinnert zur Bedeutung des Jahres 1969 für die Bundesrepublik – dem Jahr, in dem erstmals ein Mensch den Mond betrat und erstmals ein Sozialdemokrat Bundeskanzler wurde.

Weitere Informationen zu Wolfgang Kraushaar und seinen Büchern bei der Hamburger Edition.

»Freiheit, Maaßen, Hass, Konsum« – Heinz Bude auf Deutschlandfunk Kultur

Eine Stunde lang diskutierte Heinz Bude, Autor der Hamburger Edition und langjähriger Kollege am Hamburger Institut für Sozialforschung mit Anke Schaefer im Deutschlandfunk über den Fall der Mauer, die Bekämpfung des Rechtsextremismus, Hans-Georg Maaßen und die Widersprüche im Konsumverhalten der Deutschen.

Weitere Informationen zu Heinz Bude und seinen Veröffentlichungen bei der Hamburger Edition.


Mittelweg 36: Heft 5/2019 »Lug und Trug« erscheint am 2. Oktober


Die nächste Mittelweg 36- Ausgabe 5/2019 mit dem Titel »Lug und Trug. Praktiken der Täuschung« erscheint am 2. Oktober 2019. 

Cover, Neues Heft Mittelweg 36

Lob und Kritik

Rezensionen und Autor*innenbeiträge


Rezensionen (Volltextzugriff eventuell kostenpflichtig)

Jan Philipp Reemtsma, Vertrauen und Gewalt. Versuch über eine besondere Konstellation der Moderne
»Eine Art ›Summe‹ zur Gewalt zog Jan Philipp Reemtsma in seinem […] Buch Vertrauen und Gewalt. Versuch über eine besondere Konstellation der Moderne. Und obwohl niemand, der sich mit dem Thema der Gewalt wissenschaftlich auseinandersetzen will, an dem Band vorbeikommt, handelt es sich bei diesem Werk, wie der Untertitel zeigt, im Grunde nicht nur um eine gewaltsoziologische Studie, sondern auch um eine über die Moderne.« Bernhard Koch, Politik 100x100-Blog, 21.08.2019

Hedwig Richter / Kerstin Wolff, Frauenwahlrecht. Demokratisierung der Demokratie in Deutschland und Europa
»Erweiterungen weiblicher Handlungsräume im Kontext vielfältiger, global zu beobachtender Reformbewegungen um 1900 thematisiert Hedwig Richter […]. Dies ist eine zweifellos interessante Perspektivierung, wenngleich hier so weit gefasst, dass es wohl weiterer tiefergreifender Untersuchungen zu Einzelaspekten bedarf, um zu aussagekräftigen Ergebnissen zu kommen.« Barbara Stambolis, Historische Zeitschrift 309 1/2019

Ulrike Jureit / Nikola Tietze, Postsouveräne Territorialität. Die Europäische Union und ihr Raum
»Insbesondere im Hinblick auf die Grenzpolitik bleibt das Territorialprinzip grundsätzlich erhalten […]. Denn die bisher kontrollierten Staatsgrenzen behalten bei aller Problematik auch künftig Schutz- und Ordnungsfunktion. Ein wesentliches Ergebnis der einzelnen Beiträge [des Sammelbands] lautet daher: Die Grenzen lösen sich nicht auf, sie verschieben sich nur.« Heinz Brill, Zeitschrift für Politik 66 3/2019

Patrice McMahon, Das NGO-Spiel. Zur ambivalenten Rolle von Hilfsorganisationen in Postkonfliktländern
»Am Beispiel von Bosnien und des Kosovo skizziert [McMahon] Aufstieg und Niedergang aufgeblähter NGO-Sektoren, von denen nach dem Abzug der westlichen Gelder wenig mehr als enttäuschte Erwartungen zurückblieben. Sie greift dabei zurück auf eigene Feldforschung, Statistiken der Union of International Associations, Sekundärliteratur sowie Dokumente der UN und großer westlicher Geber.« Monika Remé, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Martin H. Geyer, Kapitalismus und politische Moral in der Zwischenkriegszeit. Oder: Wer war Julius Barmat?
»Geyer [ist] die in der Einleitung angekündigte Verbindung von Mikro-Geschichten um Barmat in Verbindung mit größeren Makro-Fragen zweifellos gelungen. Akribisch und kleinteilig verfolgt er Barmat durch Skandale, Prozesse, Theaterstücke, Publikationen und Propaganda aller Art und beantwortet damit weniger die Frage „Wer war Julius Barmat?“ als die nach den Aspekten, die ihn zu einer so vielseitig einsetzbaren Projektionsfläche für zahlreiche kleine und große Debatten der Zwischenkriegszeit werden ließen, deren Nachhall weit über die Epoche hinausreicht.« Annika Klein, Historische Zeitschrift 309 1/2019


Beiträge und Interviews, von und mit Autor*innen
(Volltextzugriff eventuell kostenpflichtig)

Hendrik Werner: »Sexismus in der Literaturkritik«. Hinweis auf unsere Autorin Hedwig Richter im Weser-Kurier
»Als die Wochenzeitung ›Die Zeit‹ vor einem Jahr einen Bildungskanon veröffentlichte, der mehrheitlich Werke europäischer Männer berücksichtigte, ließ die aus Unmut und Esprit gewobene Antwort nicht lange auf sich warten: Binnen weniger Tage erarbeiteten zehn Frauen – darunter die Autorinnen Sibylle Berg, Simone Meier und Margarete Stokowski sowie die Historikerin Hedwig Richter – einen Gegenentwurf, den sie absichtsvoll plakativ #DieKanon nannten […]. Mit der Nennung von 148 Frauen konterten sie den von ›Zeit‹-Redakteur Thomas Kerstan lancierten Kanon, der unter 100 Nominierten sage und schreibe 91 Männer auflistet.«

Weitere Informationen zu Hedwig Richter und ihrem Buch »Frauenwahlrecht«.

Hannes Schwenger: »Die völkische Moderne«. Feature zu unserem Autor Michael Wildt im Tagesspiegel
»In seinem kleinen, vor zwei Jahren erschienen Buch ›Volk, Volksgemeinschaft, AfD‹ hat Wildt vor dem Rückfall in eine identitäre – völkische, rassistische – Konstruktion von Volksherrschaft gewarnt, wenn er die AfD auf dem Weg zu einer ›Partei des gesunden Volksempfindens‹ sieht. Er selbst hält einen identitären, homogenen Volksbegriff in einer durch Globalisierung und Migration geprägten Welt für historisch und politisch überholt und bekennt sich zu Angela Merkels (unausgesprochener) Maxime: ›Alle sind das Volk‹.«

Weitere Informationen zu Michael Wildt und seinem Buch »Volk, Volksgemeinschaft, AfD«.


Aus dem Hamburger Institut für Sozialforschung


Veranstaltungen Hamburger Institut für Sozialforschung

Die aktuellen Veranstaltungstermine des Hamburger Instituts für Sozialforschung stehen fest: Die Kooperation mit dem Instituto Cervantes Hamburg geht weiter und so laden beide Institute zur gemeinsamen Veranstaltung »Die umkämpfte Demokratie. Spanien zwischen Republik und Bürgerkrieg (1931-1936)« von Till Kössler am 16. Oktober ein. Veranstaltungsort ist das Instituto Cervantes im Chilehaus (Fischertwiete 1, 20095 Hamburg).

Am 29. Oktober geht es mit dem Thema »Flüchtlings- und Asylpolitik: Berichte und Einsichten vom anderen Ende der Welt« weiter. Klaus Neumann und Tobias Eule diskutieren im HIS über die australische Flüchtlings- und Asylpolitik.


Sie erhalten diesen Newsletter, weil Sie sich mit folgender Adresse angemeldet haben: unknown@noemail.com
Zum Abbestellen des Newsletters klicken Sie bitte hier.

Bestellungen, Fragen oder Anregungen senden Sie bitte an:
verlag@hamburger-edition.de

Folgen Sie der Hamburger Edition und dem Mittelweg 36 auf Twitter.

Hamburger Edition HIS Verlagsges. mbH

und Zeitschrift Mittelweg 36

Mittelweg 36

20148 Hamburg

T +49 40 / 41 40 97-0

F +49 40 / 41 40 97-11

Impressum: www.hamburger-edition.de/impressum