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Verlag und Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Newsletter | 7. Juni 2019


Liebe Leserinnen und Leser,

hätten Sie erraten, wie viel die Gesamtauflage unserer Bücher im Frühjahr 2019 wiegt? Oder welche Autorin bzw. welcher Autor das Buch mit den meisten Fußnoten in der Hamburger Edition veröffentlicht hat?

Bisher haben wir solche Statistiken nicht geführt. Warum wir uns dafür ausnahmsweise ein wenig Zeit genommen und uns auch an Ereignisse wie ein Wahlmarathonjahr mit 20 Urnengängen oder die Ernennung Jutta Limbachs zur ersten Frau an der Spitze des Bundesverfassungsgerichts erinnert haben, erfahren Sie hier in der Rubrik »Aktuelles«.

Wir informieren Sie außerdem über Veranstaltungen in den kommenden Wochen und über neue Rezensionen und Medienbeiträge von und mit unseren Autor_innen.

Gute Lektüre wünscht

das Team der Hamburger Edition und des Mittelweg 36


Aktuelles


25 Jahre Hamburger Edition

In diesem Herbst wird die Hamburger Edition 25 Jahre alt: 1994 wurde der Verlag des Hamburger Instituts für Sozialforschung gegründet.

Ab Mitte August werden wir auf unserer Website, im Newsletter und auf Twitter ebenso zurück wie nach vorne blicken: auf Statistisches und Visuelles, auf unverzichtbare Personen und prägende Debatten, auf kontroverse und amüsante Momente in der Verlagsgeschichte und nicht zuletzt auf Fragen, die uns und unsere Autor_innen umtreiben.

Schon jetzt finden Sie auf unserer Website einen kleinen Rückblick auf die Ziele und Geschichte der Hamburger Edition. Und hier die visualisierten Antworten auf unsere oben erwähnten »Statistikfragen« (Fortsetzung folgt).

Unsere Vorschau Herbst 2019

Die Vorschau auf unsere neuen Bücher im Herbst 2019 ist da.

Hier können Sie die Vorschau als PDF herunterladen oder in der blätterbaren Version mehr über unser Herbstprogramm erfahren.

Auf der Website finden Sie auch ein Formular, mit dem Sie diese Bücher ab sofort vorbestellen können. Wir nehmen Ihre Vormerkungen gern entgegen und übersenden Ihnen die gewünschten Bücher druckfrisch, sobald sie im Verlag eingetroffen sind. Innerhalb Deutschlands liefern wir versandkostenfrei. Wir bitten um Ihr Verständnis dafür, dass wir Vormerkungen nur auf Rechnung liefern können.


Veranstaltungen


Die »Judenfrage« im Bild. Der Antisemitismus in nationalsozialistischen Fotoreportagen

Harriet Scharnberg

Vortrag

Bei einem Vortrag im Auditorium der Topographie des Terrors in Berlin spricht Harriet Scharnberg über das Thema ihrer gleichnamigen Studie, die 2018 in der Hamburger Edition erschienen ist. Die Historikerin analysiert darin die NS-Bildpolitik zur sogenannten Judenfrage und zum jüdischen Leben und zeigt, welche Visualisierungsstrategien die NS-Bildpresse entwickelte, um abzuwiegeln, zu täuschen und zu verzerren.

Die Veranstaltung ist Teil der gemeinsam mit dem Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin durchgeführten Reihe »Im Gespräch mit M. Wildt«, die von Michael Wildt moderiert wird.

Dienstag, 11. Juni, 19 Uhr
Auditorium, Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, Berlin

Lesen Sie mehr über diese öffentliche Veranstaltung auf der Website der Topographie des Terrors und über das Buch Die »Judenfrage« im Bild. Der Antisemitismus in nationalsozialistischen Fotoreportagen.

Berkeley — Tokio — Paris — Prag — West-Berlin
Die 68er–Bewegung International / Aus der Protest-Chronik

Autorenfoto Kraushaar

Wolfgang Kraushaar

Podiumsgespräch

Seit 1992 hat Wolfgang Kraushaar in der Zeitschrift Mittelweg 36 seine Beiträge »Aus der Protest-Chronik« veröffentlicht. Das so entstandene Panorama erfasst Protestereignisse und kontextualisiert sie historisch.

Vor allem über die 68er-Bewegung hat Kraushaar weitere Texte sowie Bücher in der Hamburger Edition verfasst, 2018 erschien eine vierbändige Chronik (Klett-Cotta). Was hat die vielfältigen Aktionen und Ereignisse der »68er« zu einer Bewegung vereinheitlicht und zum Bild einer internationalen Rebellion verdichtet? Darüber spricht Kraushaar mit Martin Bauer, geschäftsführender Redakteur des Mittelweg 36.

Mittwoch, 18. Juni, 19 Uhr
Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS), Mittelweg 36


Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Website des HIS.
Lesen Sie mehr über Wolfgang Kraushaar und über seine Veröffentlichungen in der Zeitschrift Mittelweg 36 und in der Hamburger Edition.

Grenzen der Rechtsstaatlichkeit?

Catherine Colliot-Thélène

Vortrag

Moderne demokratische Staaten sind durch Recht strukturiert und üben durch Recht Macht aus. Oft wird die liberale rechtsstaatliche Logik im Gegensatz zur strikt demokratischen Logik der Volkssouveränität gesehen, so wenn es um die Entscheidungen von nationalen oder supranationalen Gerichten geht.

Im öffentlichen Vortrag wird erörtert, wie dieser Gegensatz zu überwinden wäre, indem ein komplexeres Bild der Demokratie gezeichnet wird: In dessen Zentrum steht das Subjekt, das Rechte im Namen der Gleichheit beansprucht.

Diese Fragen sind auch Gegenstand des Buches Demokratie ohne Volk von Catherine Colliot-Thélène.

Freitag, 21. Juni, 19 Uhr
Alfred Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald, Martin-Luther-Straße 14


Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Website des Alfred Krupp Kollegs. Der öffentliche Vortrag findet im Rahmen einer internationalen Fachtagung des Kollegs statt: »Feindliche Übernahme? Zum prekären Verhältnis von Politik und Recht«.
Lesen Sie mehr über Catherine Colliot-Thélène und ihr Buch Demokratie ohne Volk.

Lob und Kritik

Rezensionen und Autor_innenbeiträge


Rezensionen (Volltextzugriff eventuell kostenpflichtig)

Philipp Müller, Zeit der Unterhändler Koordinierter. Kapitalismus in Deutschland und Frankreich zwischen 1920 und 1950
»Philipp Müller untersucht, wie Kapitalismus und Demokratie in Deutschland und Frankreich zu einander fanden. … So plausibel der Befund, so diskussionswürdig sind die Thesen, die Müller an ihn knüpft.« Werner Plumpe, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Jacqueline Bhabha, Migration als Krise? Wie ein Umdenken möglich ist
»Die renommierte Akademikerin und Anwältin Jacqueline Bhabha bietet ihren Leser_innen mit ›Migration als Krise?‹ einen optimalen Begleiter, um sich in das Thema einzulesen und einen aktuellen sowie facettenreichen Überblick zu erlangen. Ihr Buch überzeugt durch sein kompaktes Format und seine klare Struktur.« C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik

Kerstin Bischl, Frontbeziehungen. Geschlechterverhältnisse und Gewaltdynamiken in der Roten Armee 1941-1945
Bischls ist ein »… differenziert gedachtes und gut zu lesendes Buch...«. Sie »hinterfragt die gängigen Begründungen für die Gewaltexzesse« der Roten Armee gegen Frauen im und nach dem 2. Weltkrieg. Insa Wilke, Gutenbergs Welt, WDR3 (Audiobeitrag, Kurzeinführung und Lesung aus dem Buch, ab ca. Minute 37 bis 42)

Johannes Schwartz, »Weibliche Angelegenheiten« Handlungsräume von KZ-Aufseherinnen in Ravensbrück und Neubrandenburg
»Die Stärke der Studie, die durchaus Modellcharakter beanspruchen kann, besteht nicht zuletzt darin, dass ihr Autor die Vielfalt dieser Quellen zugunsten multiperspektivischer Sichtweisen … zu nutzen weiß ….« Thomas Kühne, Historische Zeitschrift

Harriet Scharnberg, Die »Judenfrage« im Bild. Der Antisemitismus in nationalsozialistischen Fotoreportagen
»Harriet Scharnberg legt mit ihrer Studie erstmals eine umfassende Analyse des antisemitischen Gehalts von Fotoreportagen aus der NS-Zeit vor.« Klaus-Peter Friedrich, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

Hedwig Richter, Moderne Wahlen. Eine Geschichte der Demokratie in Preußen und den USA im 19. Jahrhundert
»Gleichwohl bietet das Buch eine Fülle von Erkenntnissen vor allem für die Geschichte der Wahlpraxis in Preußen.« Marcus Gräser, Historische Zeitschrift


Beiträge und Interviews, von und mit Autor_innen
(Volltextzugriff eventuell kostenpflichtig)

Frustrierte Ermattung: Franziska Augstein, Kolumne »Augsteins Welt« in der Süddeutschen Zeitung, 31.05.2019
»Wie kam es zum Brexit? Fintan O'Tooles These genügt nicht. Hilfreich ist ein Buch von Jens Kersten, Claudia Neu und Berthold Vogel: Politik des Zusammenhalts. Über Demokratie und Bürokratie (Hamburger Edition, 2019). Mit Bezugnahme auf den Soziologen Niklas Luhmann präsentieren die Autoren ein charmantes Paradox: Die Bürokratie stört jeden. Und eben deshalb sei sie für den Zusammenhalt einer Gesellschaft vorzüglich.«

Auch mal mühsam: Gastkommentar von Hedwig Richter in der Süddeutschen Zeitung, 29. April 2019
»Die Sozialdemokratie in Deutschland hat am Ende des 19. Jahrhunderts nicht nur deswegen entscheidend zur Demokratisierung der Gesellschaft beigetragen, weil sie sich auf Wahlen und Parlamentarismus einließ und darin die unteren Schichten mitnahm, sondern auch, weil sie in zahlreichen Vereinen und Institutionen, in Vortragsreihen und Zeitschriften wesentlich die Männer und zunehmend auch die Frauen politisch gebildet und ihre Mündigkeit bestärkt hat.«
Mehr über das Buch Frauenwahlrecht, Hg. Hedwig Richter und Kerstin Wolff.


Aus dem Hamburger Institut für Sozialforschung

Die nächsten Veranstaltungen

»Der gemeinsame Gang an die Grenzen des Sozialen. Eskalationen zwischen Polizei, Ordnern und Fußballfans« lautet der Titel eines Vortrags der Wissenschaftler_innen Verena Keysers und Jo Reicherzt am Mittwoch, den 26. Juni. Der Vortrag ist Teil der HIS-Vortragsreihe »Gewalt im Prozess«. Verena Keysers ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin, Prof. em. Jo Reichertz als Senior Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen tätig.

Am Donnerstag, den 27. Juni, folgt ein weiterer Vortrag (in englischer Sprache) von Susana Narotzky, Professorin für Sozialanthropologie an der Universität Barcelona: »Evidence Struggles: Legality, Legitimacy, and Social Mobilizations in the Catalan Political Conflict«.


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