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Verlag und Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Newsletter | 6. Mai 2019


Liebe Leserinnen und Leser,

sind Hass, Beleidigungen und Drohungen in den sozialen Medien auch schon Gewalt? Auf diese Frage eines FAZ-Journalisten antwortete kürzlich Jan Philipp Reemtsma im Gespräch. Und wie positionieren sich Öffentlichkeit und Staat zu Gewalt und Hass? Dazu äußern sich einige unserer Autorinnen und Autoren in weiteren Texten und bei Veranstaltungen in den kommenden Wochen. Es geht aber auch um Schattenbanken, um NGOs und Friedenssicherung und um Zusammenhalt als ein Frage der Infrastruktur. 

Lesen Sie mehr in diesem Newsletter.

Gute Lektüre wünscht

das Team der Hamburger Edition und des Mittelweg 36


Aktuelles


»Als würden Sie von einer widerlichen Person angefasst«.
Gespräch mit Jan Philipp Reemtsma über Hass und Gewalt

Autorenfoto Reemtsma
»Im echten Leben ist soziale Kontrolle ein wesentlicher Faktor für eine gewaltarme Gesellschaft. Im Internet haben Sie eine Tarnkappe auf, das verändert alles. Platon hat schon gefragt, wem könnten wir noch trauen, wenn es einen Ring gäbe, der unsichtbar macht? Die Verhaltensweisen im Internet sind so vorhersehbar wie beunruhigend, wir müssen lernen, damit zu leben.«

Jan Philipp Reemtsma im Gespräch mit Rainer Schmidt, Verantwortlicher Redakteur, Frankfurter Allgemeine Quarterly, auf faz.net



Veranstaltungen


Flyer #verlagebesuchen

Zur Erinnerung: Sie sind herzlich eingeladen!

#verlagebesuchen

Wir laden zu einem Besuch in unsere Verlagsräume ein, bei dem Sie Einblick in unseren Arbeitsalltag bekommen und Gelegenheit zu Gesprächen mit uns haben werden.


Donnerstag, 9.5, 15–17 Uhr,
Hamburger Edition im Hamburger Institut für Sozialforschung, Mittelweg 36

Lesen Sie mehr über die Veranstaltung #verlagebesuchen bei uns sowie bei weiteren Verlagen in Hamburg und in anderen Städten in Deutschland und der Schweiz.


Gefallen und Vergeltung. Eine Beziehungssoziologie des (europäischen) Geldes

Cover, Sahr, Das Versprechen des Geldes

Aaron Sahr
Vortrag

Im Rahmen des Soziologischen Kolloquiums, Institut für Soziologie der Universität Duisburg-Essen, spricht Aaron Sahr über das Thema seines Buches Das Versprechen des Geldes. Eine Praxistheorie des Kredits.

Mittwoch, 22.5.2019, 14:15 Uhr
Universität Duisburg-Essen, Institut für Soziologie, Lotharstr. 65, Duisburg, Gebäude LF, Raum LF 132

Öffentliche Veranstaltung für Studierende und Kolleg_innen aller Fakultäten der Universität Duisburg-Essen; die Ankündigung finden Sie hier.

Mehr über Das Versprechen des Geldes. Eine Praxistheorie des Kredits.

Demokratie und Geschlecht. Die Einführung des Frauenwahlrechts in der Historiographie

Frauenwahlrecht

Hedwig Richter

Tagungsvortrag

Die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung lädt zur Tagung »100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland. Zur Geschichte der politischen Partizipation von Frauen in Sachsen«. Präsentiert wird aktuelle Forschung zur politischen Beteiligung von Frauen in Geschichte und Gegenwart, mit einem Schwerpunkt auf Sachsen und das 20. Jahrhundert.   
Hedwig Richter, Historikerin und Autorin der Hamburger Edition, spricht im Rahmen der Tagung über »Demokratie und Geschlecht. Die Einführung des Frauenwahlrechts in der Historiographie«.

22.–23.5.2019, 10–17 Uhr
Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, Schützenhofstr. 36, Dresden

Lesen Sie mehr über die Tagung, für die eine Anmeldung per Email erforderlich ist, und über das Buch Frauenwahlrecht. Demokratisierung der Demokratie in Deutschland und Europa, herausgegeben von Hedwig Richter und Kerstin Wolff.


Die »Judenfrage« im Bild. Der Antisemitismus in nationalsozialistischen Fotoreportagen

Cover, Scharnberg

Harriet Scharnberg

Vortrag

Auf breiter Quellenbasis analysiert Harriet Scharnberg die nationalsozialistische Bildpolitik zur sogenannten »Judenfrage«, zum jüdischen Leben im Deutschen Reich, in verbündeten Staaten sowie in den besetzten Gebieten. Im Fokus steht der Zeitraum zwischen dem Novemberpogrom 1938, als die illustrierte Presse erstmals zu einer antisemitischen Propagandakampagne verpflichtet wurde, und dem Beginn der Shoah 1942/43, als die »Judenfrage« systematisch aus der Presse verbannt wurde.

Donnerstag, 23.5.2019, 19 Uhr
Erinnerungsort Topf & Söhne, Sorbenweg 7, Erfurt

Lesen Sie mehr über die Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen sowie im Rahmen der Ausstellung »Angezettelt. Antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute« stattfindet.

Gegenbilder oder autonome Bildwelten? Jüdische Privatfotografie und antisemitischer Bilddiskurs im Nationalsozialismus

Plakat Veranstaltungsreihe

Harriet Scharnberg

Vortrag

Bei einer Veranstaltung in Hamburg betrachtet Harriet Scharnberg die jüdische Privatfotografie im Lichte des öffentlichen antisemitischen Bilddiskurses. Blieb diese Fotografie von den Darstellungen des Nationalsozialismus gänzlich unberührt oder lassen sich visuelle Bezugnahmen etwa in Form von Gegenbildern nachweisen?

Dienstag, 28.5.2019, 18:30 Uhr
Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Beim Schlump 83, Hamburg
Moderation: Dr. Karin Körber

Lesen Sie mehr über die Veranstaltung des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg, die Teil der Reihe »Kamerablicke. Jüdische Bildgeschichte(n)« ist.

Linke Buchtage Berlin 2019

Vom 17. bis zum 19. Mai finden die Linken Buchtage 2019 im Berliner Mehringhof statt. Unsere Neuerscheinungen des Frühjahrs, weitere Backlisttitel der Hamburger Edition und aktuelle Ausgaben der Zeitschrift »Mittelweg 36« finden Sie am Stand der Buchhandlung Schwarze Risse.

Freitag, 17. Mai, 18 Uhr bis Sonntag, 19. Mai, 18 Uhr
Mehringhof, Gneisenaustraße 2A, Berlin

Hier finden Sie das komplette Programm mit allen Veranstaltungen.


Ausstellung und Veranstaltungsreihe in Berlin:
Das Reichsarbeitsministerium 1933–1945. Beamte im Dienst des Nationalsozialismus

Reihe, Reichsarbeitsministerium

Veranstaltungsreihe mit Michael Wildt, Elizabeth Harvey

Bis zum 8. Oktober 2019 zeigt das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors eine Ausstellung über das NS-Reichsarbeitsministerium, basierend auf der Arbeit einer Unabhängigen Historikerkommission, die die Geschichte des Ministeriums erforschte.
Unsere Autor_innen Elizabeth Harvey und Michael Wildt gehörten der Kommission an. Sie erörtern mit weiteren Expert_innen ihre Befunde zur Arbeits- und Sozialpolitik des NS-Regimes. Im September spricht Harvey über NS-Zwangsarbeit und Geschlecht. Wildt eröffnet die Reihe, zusammen mit Rüdiger Hachtmann und Alexander Nützenadel, im Mai. 

Dienstag, 21. Mai 2019, 19 Uhr
Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, Berlin

Hier finden Sie Details zur Reihe und zur Ausstellung in der Topographie des Terrors. Lesen Sie außerdem mehr über die Historiker_innen Elizabeth Harvey und Michael Wildt und deren Bücher in der Hamburger Edition.


Wie können Gewaltphänomene erklärt werden?

MW-Cover 1-2_19

Dieser Frage geht die aktuelle Mittelweg 36-Ausgabe 1-2/2019 mit dem Titel Im Brennglas der Situation. Neue Ansätze in der Gewaltsoziologie nach. In zehn Beiträgen werden Grenzen und Perspektiven der situationistischen Gewaltforschung erörtert sowie unterschiedliche Phänomene situativer Gewalt beleuchtet.

Mit Beiträgen von Randall Collins, Lee Ann Fujii, Eddie Hartmann, Thomas Hoebel, Wolfgang Knöbl, Vincenz Leuschner, Stefan Malthaner, Rainer Schützeichel und Laura Wolters.

Abstract, Leseprobe & Bestellungen


Frühjahrsputz im Mittelweg 36-Lager

Wir schaffen Platz für kommende Ausgaben

Ältere (noch lieferbare) Printausgaben bieten wir im LesePaket (3 Einzelhefte oder 1 Doppelheft + 1 Einzelheft) für € 20 vergünstigt an.

Einfach in unserem Archiv stöbern und eine Email mit der Heftauswahl an:
zeitschrift@mittelweg36.de

Mittelwegshefte

Lob und Kritik

Rezensionen und Autor_innenbeiträge


Rezensionen (Volltextzugriff eventuell kostenpflichtig)

Ute Daniel, Beziehungsgeschichten. Politik und Medien im 20. Jahrhundert
»Für das Verständnis des Verhältnisses von Politik und Medien im 20. Jahrhundert liegt mit Daniels Studie endlich ein umfassender, dabei aber niemals oberflächlicher oder vereinfachender Zugang vor.« Martin Kohlrausch, H-Soz-Kult
Patrice McMahon, Das NGO-Spiel. Zur ambivalenten Rolle von Hilfsorganisationen in Postkonfliktländern
»Die Politik-Professorin ... trägt eine lesenswerte Analyse zur Debatte bei, ob Hilfsorganisationen helfen oder eher Krisen verschlimmern.« Judith Raupp, Süddeutsche Zeitung
Harriet Scharnberg, Die »Judenfrage« im Bild. Der Antisemitismus in nationalsozialistischen Fotoreportagen
»In ihrem inhaltlichen Hauptteil, der in erster Linie der visuellen Berichterstattung über Ghettos gewidmet ist, kann Scharnberg mit interessanten Ergebnissen aufwarten.« Norman Domeier, H-Soz-Kult
Jacqueline Bhabha, Migration als Krise? Wie ein Umdenken möglich ist
»Im letzten Abschnitt ihres anregenden Essays plädiert die Autorin für einen ethischen Minimalstandard – nämlich ›in einem Maß zu helfen, das uns nicht überfordert‹. […] Ein gediegenes Büchlein gegen das Stammtischgerede.« Rudolf Walther, taz
Stephanie DeGooyer / Alastair Hunt / Lida Maxwell / Samuel Moyn, Vom Recht, Rechte zu haben
»Ein Buch, welches einen besseren oder tieferen Blick auf die gegenwärtigen Diskussionen um Migration und Menschenrechte, auf die Gefahren eines Rechtspopulismus ermöglicht.« Eckart Riehle, socialnet
Hedwig Richter, Moderne Wahlen. Eine Geschichte der Demokratie in Preußen und den USA im 19. Jahrhundert
»Richter schreibt äußerst anschaulich und erzeugt damit ein großes Lesevergnügen. Geschickt verwebt sie Quellen und Argumentation, reichert den Text durch zahlreiche Grafiken an und gibt durch eine Vielzahl von Beispielen tiefe Einblicke in die konkrete Durchführung des Wahlvorgangs.« Stine Marg, Soziopolis

Beiträge und Interviews, von und mit Autor_innen
(Volltextzugriff eventuell kostenpflichtig)

Jens Kersten / Claudia Neu / Bertold Vogel, Politik des Zusammenhalts. Über Demokratie und Bürokratie
»Eine Politik des Zusammenhalts ist kein moralisches Projekt, sondern eine infrastrukturelle Aufgabe, die die Bedeutsamkeit gleichwertiger Lebensverhältnisse anerkennt.« Zusammenhalt ist auch eine Frage der Infrastruktur: Beitrag der Ko-Autorin Claudia Neu in der Wirtschaftswoche, Ausgabe 12/2019
Philipp Staab, Macht und Herrschaft in der Servicewelt
»Die Pointe für den einfachen Dienstleistungssektor lautet, dass er nur über politische Preise humanisiert werden kann, nicht aber über Marktpreise.« Philipp Staab im Interview mit Christian Baron, Der Freitag
Ute Daniel, Beziehungsgeschichten. Politik und Medien im 20. Jahrhundert
Politik und Medien ringen [seit dem 19. Jh.] um Einfluss und Macht in den unterschiedlichen Arenen der öffentlichen Belange. Ein Gespräch mit Ute Daniel über dieses besondere Beziehungsgeflecht. »Politik und Medien - Arenen der Macht«, Ute Daniel im Interview mit Georgios Chatzoudis bei L.I.S.A.
Aaron Sahr, Das Versprechen des Geldes. Eine Praxistheorie des Kredits
»Geld gilt als besonders wertvolle Tauschware, nicht viel anders als ein Haus oder ein Automobil. Dabei ist Geld keine Ware, sondern ein Kredit – ein Zahlungsversprechen, das eingelöst werden, aber auch scheitern kann.«
Geld als Versprechen: Audioaufzeichnung einer Gesprächsrunde mit Aaron Sahr, als Gast im Thomasius-Club Leipzig

Aus dem Hamburger Institut für Sozialforschung

Vortrag von Birgit Aschmann am 22. Mai

»Der Franquismus als ›emotional regime‹« ist der Titel des Vortrags, den Birgit Aschmann am Mittwoch, den 22. Mai, im HIS halten wird, Beginn 19 Uhr. Lesen Sie hier mehr über die Veranstaltung, die in Kooperation mit dem Instituto Cervantes Hamburg stattfindet.


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