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Verlag und Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Newsletter | 12. März 2019


Liebe Leserinnen und Leser,

die Neuerscheinungen im Frühjahr sind nun im Buchhandel, wie auch in unserem Webshop erhältlich. Unsere Autorinnen und Autoren behandeln unter anderem folgende Themen und Fragenstellungen: Was braucht es, damit die Bürokratie als unverzichtbares Fundament einer Demokratie erkennbar und lebendig bleibt? Welche unerwünschten Folgen kann die Arbeit von internationalen Nichtregierungsorganisationen zur Friedenssicherung haben? Warum wurde ein Unternehmer, der Politiker für ökonomisch inkompetent hielt, zu einem wichtigen Berater der Adenauer-Regierung?

Nicht minder vielfältig sind die Themen der kommenden Veranstaltungen mit unseren Autor_innen: Antisemitismus und Nationalismus, Digitalisierung und Wachstum, Pragmatismus und Macht in der Geschichte des UN-Sicherheitsrats.

Ausserdem gratulieren wir einem Autor zur Berufung auf eine neugeschaffene Professur und möchten auf zwei Stellenausschreibungen bei der Hamburger Edition und bei der Zeitschrift Mittelweg 36 aufmerksam machen.

Gute Lektüre wünscht

das Team der Hamburger Edition und des Mittelweg 36


Unsere Neuerscheinungen im Frühjahr


Cover, Politik des Zusammenhalts

Jens Kersten / Claudia Neu / Berthold Vogel

Politik des Zusammenhalts. Über Demokratie und Bürokratie


Aus sozialwissenschaftlicher und juristischer Perspektive stellen die Autor_innen die Bedeutung der Bürokratie und einer guten Verwaltung als Fundament der demokratischen Infrastruktur in den Mittelpunkt. Gerade in Zeiten wachsender gesellschaftlicher und sozialräumlicher Unterschiede ist es unerlässlich, ein kritisches Verständnis von Bürokratie zu entwicklen und das Gemeinwesen aktiv mitzugestalten.

Mehr Info und Bestellmöglichkeit


Cover, Migration als Krise?

Jacqueline Bhabha

Migration als Krise? Wie ein Umdenken möglich ist


Die renommierte Anwältin für Menschen- und Kinderrechte Jacqueline Bhabha plädiert für eine humane, rechtlich gesicherte Migrationspolitik. Sie benennt die gewichtigen moralischen und philosophischen Argumente, die die Hilfe für aus Not migrierende Menschen zur Pflicht machen. Und sie fordert vom globalen Norden, die kollektive Verantwortung für Vertriebene und Geflüchtete anzunehmen – mit koordinierten Maßnahmen, die humanitären und Naturkatastrophen vorbeugen helfen sowie mit Bildungs-, Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeiten, die globale Ungleichheit systematisch bekämpfen.

Mehr Info und Bestellmöglichkeit


Cover, Das NGO-Spiel

Patrice C. McMahon

Das NGO-Spiel.
Zur ambivalenten Rolle von Hilfsorganisationen in Postkonfliktländern


Internationale NGOs leisten nicht nur Nothilfe.  Zunehmend sollen sie auch in Postkonfliktländern für Wiederaufbau, Aussöhnung und Frieden sorgen, bevor sie zum nächsten Krisengebiet weiterziehen. Die Arbeit der NGOs erweist sich jedoch mitunter kaum als Hilfe bei der Sicherung eines dauerhaften Friedens, sondern vielmehr als Ursache für anhaltende Probleme in den teils noch instabilen Zivilgesellschaften. Diese provokante These entwickelt die Politologin Patrice McMahon anhand von eigenen empirischen Arbeiten, z.B. im Kosovo und in Bosnien.

Mehr Info und Bestellmöglichkeit

Cover, Zeit der Unterhändler

Philipp Müller

Zeit der Unterhändler. Koordinierter Kapitalismus in Deutschland und Frankreich zwischen 1920 und 1950


Die Rolle von Wirtschaftsverbänden in heutigen Demokratien wie Frankreich und Deutschland als Mittler zwischen Unternehmen und Staat war 1920 nicht vorgezeichnet. Wie kam es, dass Unternehmer ihren wirtschaftsliberalen Individualismus zugunsten des Strebens nach einem »koordinierten Kapitalismus« aufgaben? Philipp Müller untersucht Unternehmerverbände vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg und zeigt, wie die Wirtschaftseliten trotz Systemwechsel zu starkem Einfluss auf die wirtschaftlichen und politischen Ordnungen dieser zwei europäischen Demokratien gelangten.

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Cover, Frontbeziehungen

Kerstin Bischl

Frontbeziehungen Geschlechterverhältnisse und Gewaltdynamiken in der Roten Armee 1941-1945


Ungefähr eine Million Frauen dienten im Zweiten Weltkrieg in der Roten Armee. Neben Repressionen durch die eigene Führung und den Strapazen des Frontalltags waren sie teils massiven sexuellen Belästigungen durch ihre Kameraden ausgesetzt. Kerstin Bischl analysiert die Konstellation im Frontalltag der Sowjetarmee und den herrschenden Männlichkeitsdiskurs, der auf Gewaltfähigkeit und (sexueller) Potenz beruhte. Dabei wirft sie ein neues Licht auf die durch Rotarmisten verübten Vergewaltigungen am Ende des Zweiten Weltkriegs.

Mehr Info und Bestellmöglichkeit

Aktuelles


Philipp Staab erhält Professur in Berlin

Autorenfoto, Staab
Wir gratulieren Philipp Staab, der als Professor für »Soziologie der Zukunft der Arbeit« an die Humboldt-Universität zu Berlin und ans Einstein Center Digital Future (ECDF) berufen wurde. Er erhält damit eine von vier neuen Professuren des ECDF für Digitalisierungsforschung. Der Soziologe befasste sich als Doktorand und Postdoc am Hamburger Institut für Sozialforschung und zuletzt am Institut für die Geschichte und Zukunft der Arbeit und an der Uni Kassel u.a. mit Technikforschung, sozialer Ungleichheit und Digitalisierung.
Von Philipp Staab sind in der Hamburger Edition erschienen:
Macht und Herrschaft in der Servicewelt und Falsche Versprechen. Wachstum im digitalen Kapitalismus.

Zwei Standardwerke zum neuen, reduzierten Preis

Collins, Dynamik der Gewalt & Mann, Die dunkle Seite
Michael Mann, Die dunkle Seite der Demokratie. Eine Theorie der ethnischen Säuberung, €25,– (jetzt auch erstmals als ePub und ePDF, €19,99)

Das Buch »wird auf Jahre hinaus das Standardwerk zur brennenden Frage bleiben, weshalb sich Staaten immer wieder gezwungen fühlen, ganze Gruppen zu unterdrücken oder durch Mord und Vertreibung zu eliminieren.« – Tobias K. Vogel, Neue Zürcher Zeitung

Randall Collins, Dynamik der Gewalt. Eine mikrosoziologische Theorie, €20,–
Von der Schulhofrauferei bis zum bewaffneten Konflikt: Collins untersucht wie Gewaltsituationen entstehen – »das Beste, was man zum Thema lesen kann.« Der Tagesspiegel


Mittelweg 36


Ein Doppelheft zu situativen Gewaltszenarien im April und neue Preise

Die erste Mittelweg 36-Ausgabe des Jahres erscheint Anfang April als knapp 240 Seiten starkes Doppelheft 1-2/2019. Unter dem Titel Im Brennglas der Situation. Neue Ansätze in der Gewaltsoziologie werden in zehn Beiträgen Grenzen und Perspektiven der situationistischen Gewaltforschung erörtert sowie unterschiedliche Phänomene situativer Gewalt beleuchtet.

Mit Beiträgen von Randall Collins, Lee Ann Fujii, Eddie Hartmann, Thomas Hoebel, Wolfgang Knöbl, Vincenz Leuschner, Stefan Malthaner, Rainer Schützeichel und Laura Wolters.

Angesichts veränderter Kostenstrukturen sehen wir uns leider gezwungen, zum ersten Mal in der Geschichte des Mittelweg 36 die Preise zu erhöhen. Das Einzelheft (Print) wird in Zukunft €12, das Doppelheft (Print) €22 kosten. Dafür liefern wir innerhalb Deutschlands versandkostenfrei.

Bei den Abopreisen ergeben sich geringfügige Anpassungen: so wird das Mini-Abo (Print), welches drei fortlaufende Mittelweg 36-Ausgaben umfasst, zukünftig €25 kosten, der Preis des ermäßigten Nachwuchs-Abo (Print) erhöht sich um €1 auf €45. Alles weitere zu unseren Abonnements finden Sie auf unserer Website


Stellenausschreibungen


Derzeit sind bei der Hamburger Edition und bei der Zeitschrift Mittelweg 36 jeweils eine Stelle zu besetzen.  Beim Verlag geht es um Direktmarketing und Social Media während die Zeitschrift Verstärkung für die Redaktion sucht. Bewerbungsschluss für beide Ausschreibungen ist der 31. März 2019.
Details finden Sie (auch als PDF zum Herunterladen) auf unserer Website. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!


Veranstaltungen


Keine Grenzen für Google & Co? Wachstum im digitalen Kapitalismus

Cover, Staab, Falsche Versprechen

Philipp Staab
Vortrag

Im digitalen Kapitalismus sorgt Risikokapital in Milliardenhöhe schon jetzt für einen unkontrollierten Markt, in dem Innovation sowie Spekulation selbst kapitalisiert werden. Drohen neue Finanzkrisen, diesmal aus dem Cyberspace? Philipp Staab analysiert Google, Apple, Amazon und Co. und behauptet: Die Verheißungen des digitalen Kapitalismus könnten sich schon bald als falsche Versprechen entpuppen.

Donnerstag, 14.03.2019, 20 Uhr
Deutsch-Amerikanisches Institut Heidelberg, Sofienstraße 12

Eintritt im Vorverkauf: 8 €, Ermäßigt 5 €, Mitglieder 4 €; Aufpreis an der Abendkasse

Lesen Sie hier mehr über die Veranstaltung am DAI Heidelberg und über Philipp Staabs Buch Falsches Versprechen. Wachstum im digitalen Kapitalismus.

Der besondere Zusammenhang von Antisemitismus und Nationalismus

Cover, Haury, Antisemitismus von links

Thomas Haury
Vortrag

Dass »Andere« zur Konstruktion eines »Wir« dienen, zeigt sich ständig. »Die Juden« im antisemitischen Weltbild aber unterscheiden sich kategorial von allen sonstigen Feindkonstruktionen – wie etwa in der Geschichte Deutschlands die Feindbilder Frankreich oder Russland. »Die Juden« gelten als »antinational«, als die »Feinde aller Völker«, die jede Nation zersetzen. Thomas Haury wird an historischen und aktuellen Beispielen verdeutlichen, wie sich Nationalismus und Antisemitismus in der Moderne bedingen.

Dienstag, 26.03.2019, 19 Uhr
Tschaikowsky-Saal, Tschaikowskyplatz 2, Hamburg

Lesen Sie mehr über die Veranstaltung, die von Olaf Kistenmacher, Historiker, moderiert wird. Teil einer Veranstaltungsreihe der Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V., Arbeitsgemeinschaft Hamburg, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Hamburg e.V., KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Lesen Sie mehr über Thomas Haurys Buch Antisemitismus von links. Kommunistische Ideologie, Nationalismus und Antizionismus in der frühen DDR.


Die Füchse im Hühnerhof. Oligarchie und globale Machtausübung im Weltsicherheitsrat

Autorenfoto Sponeck

Hans-Christof Graf Sponeck und James A. Paul - Im Dialog

Als die Vereinten Nationen gegründet wurden, sahen die Alliierten in der Organisation die Krönung ihrer Nachkriegsordnung. Die UNO würde den Frieden sichern, an seiner Spitze sollte der Sicherheitsrat stehen. Doch die Geschichte des Sicherheitsrats ist weniger von Idealismus geprägt, als von Pragmatismus und Macht.

Donnerstag, 04.04.2019, 20 Uhr
Deutsch-Amerikanisches Institut Heidelberg, Sofienstraße 12

Veranstaltung in englischer Sprache, in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht und dem Friedensbündnis Heidelberg
Mehr über die Veranstaltung im DAI Heidelberg und über das Buch Ein anderer Krieg. Das Sanktionsregime der UNO im Irak von Hans-Christof Graf Sponeck.


Aus dem Hamburger Institut für Sozialforschung

Vortrag am 4. April

In seinem Vortrag »Kapitalismus und Recht – zwischen Wahlverwandtschaft, Vernunftehe und Mesalliance« stellt Jan Thiessen Aspekte der Regulierung des Könnens und Dürfens von Marktteilnehmern_innen im historischen Kontext dar. Sein öffentlicher Vortrag am Donnerstag, den 4. April beginnt um 19 Uhr und ist zugleich Auftakt der Frühjahrstagung des Arbeitskreises für Moderne Sozialgeschichte im HIS.

Lesen Sie mehr über die Veranstaltung auf der Website des HIS.


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