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Verlag und Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Newsletter | 23. November 2018


Liebe Leserinnen und Leser,

»In meinen Augen ist die große Herausforderung, die wir angehen müssen, die Globalisierung des Finanzsektors, der keiner demokratischen Kontrolle und Regulierung mehr unterliegt. Das System der Eurozone ist genauso gestrickt, also so, dass der globale Finanzsektor mehr oder weniger die Fiskalpolitik diktiert«. Das sagte Ann Pettifor, Ökonomin und Autorin der Hamburger Edition, kürzlich in einem Interview. Wir sind gespannt auf den Vortrag, den sie am 7. Dezember anlässlich der Verleihung des Hannah-Arendt-Preises in Bremen halten wird. 

Um Herausforderungen anderer Art geht es oft in Freundschaften, ersetzen sie doch inzwischen zunehmend familiäre Bindungen. Und mitunter kann es dabei auch um Geld gehen. Über Freundschaften in der Gegenwart hat Janosch Schobin geforscht und geschrieben. Darüber spricht er Anfang Dezember in Potsdam.

Mehr über Veranstaltungen, Veröffentlichungen und historisches Bildmaterial, das nun auf unserer Website zur Verfügung steht, lesen Sie in diesem Newsletter.

Gute Lektüre wünscht

das Team der Hamburger Edition und des Mittelweg 36


Veranstaltungen


Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken 2018

Ann Pettifor

Preisverleihung und Kolloquium

Am Freitag, den 7.12., erhält Ann Pettifor den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken 2018. Bei der feierlichen Verleihung um 18 Uhr im Rathaus Bremen wird Monika Tokarzewska im Namen der internationalen Jury die Laudatio halten, anschließend spricht Ann Pettifor über ihre Arbeit.
Bei einem Kolloquium am Samstag, den 8.12., diskutiert Ann Pettifor mit Rudolf Hickel, Dieter Rucht und den Teilnehmer_innen über »Die Macht der Finanzmärkte und die (Ohn-)Macht des Politischen?«.

Einzelheiten zu den Veranstaltungen am 7. und 8.12., für die eine Anmeldung erforderlich ist, finden Sie hier. Über den mit 10.000 Euro dotierten Preis, der von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Senat der Freien Hansestadt Bremen gestiftet wird, können Sie mehr lesen auf der Website der Heinrich-Böll-Stiftung.
Mehr Informationen über Ann Pettifors Buch und eine Leseprobe: Die Produktion des Geldes. Ein Plädoyer wider die Macht der Banken.

Zwischen Externalisierung, Paternalismus und Diversifizierung: Antisemitische Einstellungen bei Geflüchteten und mehrheitsgesellschaftlicher Umgang

Sina Arnold

Vortrag

Seit dem »langen Sommer der Migration« 2015 haben sich die Diskussionen um einen vermeintlich »importierten« oder »muslimischen« Antisemitismus verstärkt. Sina Arnold stellt Erkenntnisse aus einer 2016 durchgeführten Studie zu Einstellungen von syrischen, irakischen und afghanischen Geflüchteten zu Juden, Israel und dem Holocaust dar und diskutiert die Reaktionen der Mehrheitsgesellschaft.

Dienstag, 26.11.2018, 18:30 Uhr
Institut für die Geschichte der deutschen Juden (IGDJ), Am Schlump 7, Hamburg

Mehr über diese öffentliche Veranstaltung auf der Website des IGDJ.
Lesen Sie mehr über Sina Arnold und ihr Buch Das unsichtbare Vorurteil. Antisemitismusdiskurse in der US-amerikanischen Linken nach 9/11.

Symbolische Lebenspfänder und Intimkommunikation. Versuch einer verallgemeinerbaren soziologischen Theorie der Freundschaft

Janosch Schobin

Tagungsvortrag

»(K)ein zweites Ich. Freundschaft zwischen geschäftlichem Kalkül und innigem Gefühl« lautet die Überschrift einer Tagung des Einstein Forums (Potsdam), die die Spannweite von möglichen Formen der Freundschaft untersuchen und die Gültigkeit der historisch gewachsenen Vorstellungen von ihr in der heutigen Gesellschaft beleuchten will. Unser Autor Janosch Schobin spricht dort über die Ergebnisse seiner soziologischen Forschung zu Freundschaft, die auch nachzulesen sind in seinem in der Hamburger Edition veröffentlichten Buch.

6.12. bis 8.12.2018
Einstein Forum, Am Neuen Markt 7, Potsdam

Einzelheiten zur Tagung des Einstein Forums und zur Anmeldung finden Sie hier.
Lesen Sie mehr über Janosch Schobins Buch Freundschaft und Fürsorge. Bericht über eine Sozialform im Wandel.

Aktuelles


Bildmaterial aus unserer Neuerscheinung über Antisemitismus und nationalsozialistische Fotoreportagen

Hamburger Illustrierte, 13/42
In diesem Herbst ist Harriet Scharnbergs Buch Die »Judenfrage« im Bild. Der Antisemitismus in nationalsozialistischen Fotoreportagen bei uns erschienen. Nun steht das umfangreiche Bildmaterial aus dem Buch als PDF zum kostenlosen Download auf unserer Website.

Scharnberg hat erstmals untersucht, wie der Fotojournalismus für die antisemitische Propaganda des NS-Regimes zur sogenannten Judenfrage und zum jüdischen Leben im Reich, in den besetzten Gebieten und in den verbündeten Staaten eingesetzt wurde. Im Fokus stehen Reportagen und Bilder aus der Zeit zwischen dem Novemberpogrom 1938 und dem Jahr 1942/43, als die »Judenfrage« systematisch aus der Presse verbannt wurde.

Details zum Buch von Harriet Scharnberg,  Die »Judenfrage« im Bild. Der Antisemitismus in nationalsozialistischen Fotoreportagen, das kostenlose Bildmaterial als PDF und eine ebenfalls kostenlose Leseprobe finden Sie auf unserer Website.


Lob und Kritik

Rezensionen und Autor_innenbeiträge


Rezensionen (Volltextzugriff eventuell kostenpflichtig)

Dave Elder-Vass, Profit und Gabe in der digitalen Ökonomie
»Solcherart ist der Band ein Plädoyer für die Überwindung alter Dogmen und starrer Vorstellungen der Wirtschaft, gleichzeitig ein Denkanstoß für pluralistische und inklusive Perspektiven einer Ökonomie, die die Bedürfnisse der Gesellschaft in den Mittelpunkt stellt.« C3 – Bibliothek für Entwicklungspolitik

Aaron Sahr, Das Versprechen des Geldes. Eine Praxistheorie des Kredits
»Sahrs Buch drängt der sich seit den 1990er Jahren neuformierenden Geldsoziologie … mutig und streitbar einige ungeklärte Fragen auf.« Malte Flachmeyer, Schweizerische Zeitschrift für Soziologie

Johannes Schwartz, »Weibliche Angelegenheiten« Handlungsräume von KZ-Aufseherinnen in Ravensbrück und Neubrandenburg
»...zeichnet in Kontrastierung zu den formalen SS-Direktiven das Dienstverständnis der Täterinnen und ihre sozialen Praktiken nach. … Gewinnbringend ist vor allem die Beantwortung der Frage, welche Rolle Weiblichkeit im Dienstalltag spielte.« Anna-Raphaela Schmitz, H-Soz-Kult

Martin H. Geyer, Kapitalismus und politische Moral in der Zwischenkriegszeit Oder: Wer war Julius Barmat?
»...eine hervorragende, sehr gut recherchierte und detailreiche Studie zu einem wenig beachteten Aspekt nicht nur zur Weimarer Republik. … Das Buch ist in einem fast saloppen, aber stets präzisen Stil geschrieben und liest sich streckenweise fast so spannend wie ein Krimi.« Boris Barth, sehepunkte

Carola Dietze, Die Erfindung des Terrorismus in Europa, Russland und den USA 1858–1866
»Welche Rolle die Entstehung der Massenpresse und eine grenzüberschreitende Berichterstattung bei der Entstehung des modernen Terrorismus gespielt hat, wird einem hier erneut eindrucksvoll vor Augen geführt.« Frithjof Benjamin Schenk, Jahrbücher für Geschichte Osteuropas


Aus dem Hamburger Institut für Sozialforschung

Die nächsten Veranstaltungen

»Die letzten Tage der Demokratie?«: Diese Frage steht im Mittelpunkt der nächsten Ausgabe der Reihe Streit.Bar – Bücher der Gegenwart, bei der Wolfgang Knöbl (Direktor des HIS), Sighard Neckel, Miriam Rürup und Hilal Sezgin über aktuelle Bücher diskutieren. Die Veranstaltung am Montag, den 26.11., um 20 Uhr findet wie immer im Thalia Theater Hamburg statt.
Am Mittwoch, den 5.12., um 19 Uhr spricht Xosé M. Núñez Seixas im HIS über »Verfassungspatriotismus und Nationalismus. Der spanische Staat im 21. Jahrhundert«.
Details zu beiden Veranstaltungen und weitere Termine finden Sie auf der Website des HIS.

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