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Verlag und Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Newsletter | 6. November 2018


Liebe Leserinnen und Leser,

in Deutschland geht nach den Herbstwahlen die Suche nach Regierungskoalitionen weiter, in den USA stehen diese Woche die midterm elections an – Moderne Wahlen, das hat Hedwig Richter mit ihrer gleichnamigen Studie gezeigt, sind ein Herzstück der Demokratie. Für das Ergebnis ihrer Arbeit gewann die Historikerin nun einen Preis für Demokratie-Forschung. 

Zum zehnten Jubiläum der Veröffentlichung von Jan Philipp Reemtsmas »Vertrauen und Gewalt« in der Hamburger Edition finden sich neben dem Autor Teresa Koloma Beck und Eddie Hartmann zu einer Veranstaltung im Hamburger Institut für Sozialforschung ein. Bei dieser kritischen Rückschau soll es vor allem um die Frage gehen: Wo steht die (soziologische) Erforschung von Gewalt heute?  

Aktuelle Meldungen zu weiteren Veranstaltungen und Veröffentlichungen lesen Sie in diesem Newsletter.

Gute Lektüre wünscht

das Team der Hamburger Edition und des Mittelweg 36


Veranstaltungen


Die Soziologie schweigt? – Zehn Jahre »Vertrauen und Gewalt«

Gespräch mit Jan Philipp Reemtsma, Teresa Koloma Beck und Eddie Hartmann

»Vertrauen und Gewalt«, 2008 von Jan Philipp Reemtsma veröffentlicht, skizziert die Grundzüge einer allgemeinen Soziologie der Gewalt. Zehn Jahre später fehlt das Buch in keiner Auflistung einschlägiger Werke zu Fragen der Gewalt, nur: Ist es forschungsleitend?
Reemtsmas Argumente sind von der Soziologie eher zögerlich aufgenommen worden. Gilt weiter der Satz, mit dem der Autor seinerzeit das Verhältnis der Disziplin zur Gewalt beschrieben hat: »Die Soziologie schweigt«? Im Gespräch mit Jan Philipp Reemtsma werden Teresa Koloma Beck und Eddie Hartmann die Thesen des Buches kritisch befragen und diskutieren.

Donnerstag, 8.11.2018, 19 Uhr
Hamburger Institut für Sozialforschung, Mittelweg 36

Mehr über diese öffentliche Veranstaltung im HIS erfahren Sie hier.
Lesen Sie mehr über Jan Philipp Reemtsmas Buch Vertrauen und Gewalt. Versuch über eine besondere Konstellation der Moderne. Auf unserer Website finden Sie außerdem mehr über Reemtsma und seine weiteren Buchveröffentlichungen und Texte in der Zeitschrift Mittelweg 36.

Die Wahrheit der »Fake News«

Ute Daniel
Vortrag und Diskussion

Was macht den Begriff »Fake News« derzeit so prominent? Taugt er zur Gegenwartsdiagnose? Bezeichnet er eine bedrohliche Entwicklung, die uns zum Handeln aufrufen sollte, oder handelt es sich lediglich um ein Fahnenwort, das Aufmerksamkeit erregt und Ängste verstärkt? Die kritisch gemeinte Diagnose eines »postfaktischen Zeitalters« erinnert mit großem Pathos an »die« Wahrheit als notwendige Grundlage von Demokratie, ja von Politik überhaupt. Doch die Kritiker und Kritikerinnen des »postfaktischen Zeitalters« vergessen allzu oft, wie problematisch die Berufung auf die Wahrheit von jeher war und noch immer ist.

Mittwoch, 14.11.2018, 19:30 Uhr
Zentralbibliothek Frankfurt am Main, Hasengasse 4

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe »Frankfurter Positionen« 2019, die sich mit dem Thema Demokratie und Wahrheit befasst, und wird vom Institut für Sozialforschung an der Goethe-Universität in Kooperation mit der Zentralbibliothek der Stadtbücherei Frankfurt und der BHF-BANK-Stiftung organisiert. Einzelheiten zur Veranstaltung finden Sie hier.

Lesen Sie mehr über Ute Daniels Buch Beziehungsgeschichten. Politik und Medien im 20. Jahrhundert.


Aktuelles


Stiftungspreis der Demokratie-Stiftung 2016/2017 geht an Hedwig Richter

Die Historikerin Hedwig Richter erhält für ihre Habilitationsschrift den Stiftungspreis der Universität zu Köln.

Mit dem Preis werden Dissertationen und Habilitationen ausgezeichnet, die sich im Sinne der Stiftungsziele mit Kernthemen der Demokratie beschäftigen und »einen friedlichen Beitrag zur Vertiefung der demokratischen Ideen leisten«.

Richters Habilitation erschien 2017 unter dem Titel »Moderne Wahlen« in der Hamburger Edition. Mit einem Vergleich des Wahlrechts und der Wahlpraxis in Preußen und den USA im 19. Jahrhundert eröffnet das Buch neue Perspektiven auf die Entwicklung der Demokratie in beiden Ländern.

Der mit 5000 Euro dotierte Stiftungspreis wird am 14.11. an der Universität zu Köln verliehen.
Lesen Sie mehr über das Buch Moderne Wahlen. Eine Geschichte der Demokratie in Preußen und den USA im 19. Jahrhundert und über Hedwig Richter.


Konstrukt Südeuropa: Heft 5 | Oktober/November 2018

Die Länder der Mittelmeerregion galten lange als Beispiele gelingender Demokratisierung und Modernisierung. Im Zuge der Eurokrise sowie der  »Flüchtlingskrise« hat sich der Blick auf Europas Süden gewandelt und Fragen wie die nach dem Verhältnis von staatlicher Souveränität und zwischenstaatlicher Solidarität oder von Parlamentarismus und Populismus ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Doch was heißt es, wenn in den betreffenden Debatten häufig nicht mehr von den einzelnen Staaten, sondern von Südeuropa als Raum oder Region die Rede ist? 

Mit Beiträgen von Philipp Müller, Martin Baumeister, Clara Maier, Jan-Werner Müller, Philip Manow, Helen Thompson und Wolfgang Kraushaar

Das Heft ist wie gewohnt in unserem Webshop und im Buchhandel erhältlich.

Die Leseprobe »Die Politische Ökonomie Südeuropas. Ein Entwurf« von Philip Manow finden Sie hier.


Besuchen Sie unsere neu gestaltete Website und unseren Webshop.

Wir freuen uns über Ihr Feedback zum Relaunch an verlag@hamburger-edition.de!


Lob und Kritik

Rezensionen und Autor_innenbeiträge


Beiträge und Interviews, von und mit Autor_innen
(Volltextzugriff eventuell kostenpflichtig)

Was wir aus der Geschichte des Frauenwahlrechts lernen können:
Gespräch mit der Historikerin Kerstin Wolff

»Die ersten Forderungen [nach dem Frauenwahlrecht] kamen 1848 auf. Spätestens ab 1896 war das Thema dann in der Frauenbewegung und bis zur tatsächlichen Einführung des Frauenwahlrechts 1918 dauerte es dann noch einmal über 20 Jahre. Die Devise lautet also: Dranbleiben und nicht aufgeben.«
Kerstin Wolff im Gespräch mit Julia Korbik, Vorwärts; Wolff ist Mitherausgeberin und Autorin von Frauenwahlrecht. Demokratisierung der Demokratie in Deutschland und Europa


Aus dem Hamburger Institut für Sozialforschung

Die nächsten Veranstaltungen im November

Am Mittwoch, den 14.11. um 19 Uhr hält Michael Freeden, Politikwissenschaftler an der University of London, einen Vortrag in englischer Sprache mit dem Titel »British Liberalism and the State: The Emergence of a Fruitful Political and Intellectual Affinity«.
Klaus Kraemer, Soziologe an der Karl-Franzens-Universität Graz, spricht einen Tag später, am Donnerstag, den 15.11., ebenfalls um 19 Uhr. Der Titel seines Vortrags lautet: »Geld als absolutes Mittel? Georg Simmels Geldsoziologie im Lichte gegenwärtiger Banken- und Finanzmarktkrisen«.
Details zu beiden Veranstaltungen und weitere Termine finden Sie auf der Website des HIS.

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