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Verlag und Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Newsletter | 28. September 2018


Liebe Leserinnen und Leser,

kaum sind die zeitgleich stattfindenden Kongresse der deutschen Verbände für Soziologie, Geschichts- und Politikwissenschaften in dieser Woche zu Ende gegangen, geht es rasant weiter:
In der ersten Oktoberwoche erhält unser Autor Michael Mann den erstmals vom Hamburger Institut für Sozialforschung verliehenen Siegfried-Landshut-Preis. Der renommierte Soziologe wird im Institut zwei Vorträge über seine Arbeit halten, die Landshut Lectures 2018. Auf der Frankfurter Buchmesse sind wir dann vom 9. bis zum 14. Oktober und freuen uns auf Ihren Besuch in Halle 3.1, Stand E132. Unsere Autorin Monika Krause diskutiert auf der Buchmesse die Schattenseiten der humanitären Hilfe; und in Wien, Berlin und Leipzig stellen in den kommenden zwei Wochen weitere Autorinnen und Autoren ihre Bücher, Forschungsergebnisse und Thesen vor.

Angesichts so vieler Ereignisse wollen wir aber nicht versäumen, Sie auf unsere Neuerscheinungen hinzuweisen, die jetzt alle im Buchhandel und in unserem Webshop erhältlich sind.

Gute Lektüre wünscht

das Team der Hamburger Edition und des Mittelweg 36


Unsere Neuerscheinungen im September


S. DeGooyer, A. Hunt, L. Maxwell, S. Moyn

Vom Recht, Rechte zu haben


Für Hannah Arendt war klar: Nur als Mitglied einer politischen Gemeinschaft wird Menschen zugestanden, Grundrechte in Anspruch zu nehmen. Arendts Formulierung vom »Recht, Rechte zu haben« erscheint fast nur beiläufig in ihrem Werk und doch ist sie in den letzten Jahren in Debatten über politische Theorie und Menschenrechte neu aufgegriffen worden. Aus vier Perspektiven – Recht, Politik, Geschichte, Literaturwissenschaft – wird erörtert, was Arendts Diktum in Zeiten sogenannter Flüchtlingskrisen und außerstaatlicher Kriege praktisch und theoretisch bedeutet.

Mehr Info und Bestellmöglichkeit

Dave Elder-Vass

Profit und Gabe in der digitalen Ökonomie


Spätestens mit dem Siegeszug der  Digitalwirtschaft, so Dave Elder-Vass, sind neue Formen kapitalistischer Wirtschaft entstanden, die weder mit der marxistischen politischen Ökonomie, noch mit den Modellen der neoklassischen Marktwirtschaft richtig erfasst werden. Der Autor plädiert dafür, die Dogmen beider Traditionen zu überwinden und kreativ mit der heutigen Vielfalt der Wirtschaft und ihrer offenen Zukunft umzugehen. Dafür braucht es eine neue politische Ökonomie, die auch moralisch Stellung bezieht.

Mehr Info und Bestellmöglichkeit

Harriet Scharnberg

Die »Judenfrage« im Bild. Der Antisemitismus in nationalsozialistischen Fotoreportagen


Harriet Scharnberg richtet ihren Blick auf eine bisher nicht systematisch untersuchte Facette der NS-Politik. Wie wurde die in den 1930er Jahren noch junge illustrierte Presse für eine antisemitische Bildpolitik und Propaganda genutzt? Welche Bilder wurden in Reportagen gezeigt oder vorenthalten, um die Öffentlichkeit durch Verzerrung, Suggestion, Täuschung und Abwiegelung gezielt zu lenken?

Mehr Info und Bestellmöglichkeit

Christian Joppke

Der säkulare Staat auf dem Prüfstand. Religion und Politik in Europa und den USA


Wie weit kann die Religion in die öffentliche Sphäre ein- oder von ihr ausgeschlossen werden? Wo droht ein Zuviel an Religion, insbesondere dann, wenn Religion gegen die Grundsätze des liberalen Staates verstößt? In seiner aufschlussreichen und provokativen Studie diskutiert Christian Joppke die Probleme, die den säkularen Staaten durch das Wiedererstarken von Religion entstehen können.
Mehr Info und Bestellmöglichkeit

Aktuelles


Michael Mann ist erster Siegfried-Landshut-Preisträger

Preisverleihung und
Landshut Lectures am HIS

Der britisch-amerikanische Soziologe Michael Mann erhält für seine Forschung zu globalen historischen Fragen den erstmals 2018 vom Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS) verliehenen Siegfried-Landshut-Preis. Mann ist ein herausragender Vertreter der historischen Soziologie und Professor an der University of California, Los Angeles. Seine Bücher, etwa Die dunkle Seite der Demokratie, sind prägend für die Erforschung der Schattenseiten der Moderne.

Michael Mann wird zwei Landshut Lectures im HIS halten. Der erste Vortrag findet am 4.10.2018 im Anschluss an die Preisverleihung statt. Jan Philipp Reemtsma wird ein Grußwort sprechen, Wolfgang Knöbl hält die Laudatio auf den Preisträger. Der zweite Vortrag ist am Dienstag, den 9.10.2018.

Lesen Sie mehr über den Preis und über dessen Namensgeber, den Sozialwissenschaftler Siegfried Landshut, der nach seiner Rückkehr aus dem Exil an der Universität Hamburg gelehrt hat.

The Decline of War?

Erste Landshut Lecture von Michael Mann / Lesen Sie mehr über den Vortrag auf der Website des HIS.

Donnerstag, 4.10.2018, 19 Uhr
Hamburger Institut für Sozialforschung, Mittelweg 36

Fear and Loathing on the Battlefield

Zweite Landshut Lecture von Michael Mann / Lesen Sie mehr über den Vortrag auf der Website des HIS.

Dienstag, 9.10.2018, 19 Uhr
Hamburger Institut für Sozialforschung, Mittelweg 36


Mehr über Manns Buch Die dunkle Seite der Demokratie. Eine Theorie der ethnischen Säuberung in der Hamburger Edition.


Veranstaltungen


Europa demokratisieren

Antoine Vauchez im Gespräch mit Ulrike Guérot

Für Antoine Vauchez bestimmen die vermeintlich neutralen Institutionen der Europäischen Union die politischen Geschicke Europas. Erst wenn man die politische Schlüsselrolle dieser expertokratischen Institutionen – insbesondere des Europäischen Gerichtshofs, der Europäischen Kommission und der Europäischen Zentralbank – versteht und verändert, kann man die EU demokratisieren und deren gegenwärtige Krise bewältigen.

Ein flammendes Plädoyer für eine demokratische Reform der EU-Institutionen.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Montag, 1.10.2018, 19 Uhr
Bruno Kreisky Forum, Wien

Armbrustergasse 15

Mehr über die Veranstaltung des Bruno Kreisky Forums und Onlineanmeldung.

Mehr über das Buch Europa demokratisieren des Wissenschaftlers Antoine Vauchez.


Long Shadows of German Colonialism: Contextualizing the Case of Rukoro et al. v. Federal Republic of Germany

Panel Discussion
with Jonas Kreienbaum and Matthias Goldmann

In 2017, representatives of the Nama and Ovaherero peoples filed a complaint against Germany before a US court, addressing the atrocities committed by Imperial German soldiers in southern Africa between 1904 and 1908. The panalists will discuss the case and Germany's colonial past from perspectives of history and international law.

Monday, 8 October 2018, 12 noon
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Einstein-Saal, Jägerstraße 22/23, Berlin

Moderated by Alexandra Kemmerer

More about the panel discussion hosted by the Berlin Office of Max Planck Institute for Comparative Public Law and International Law; in English, registration required.

Mehr über Jonas Kreienbaum Buch »Ein trauriges Fiasko«. Koloniale Konzentrationslager im südlichen Afrika 1900-1908.


Geld als Versprechen: Veranstaltung des Thomasius Clubs

Aaron Sahr im Gespräch

Geld gilt als besonders wertvolle Tauschware, nicht viel anders als ein Haus oder ein Automobil. Dabei ist Geld keine Ware, sondern ein Kredit – ein Zahlungsversprechen, das eingelöst werden, aber auch scheitern kann. Geld entsteht für Aaron Sahr in einem System von Vertrauen und Misstrauen. Wer befindet darüber, wieviel Geld es gibt, was sind Schattenbankstrukturen und wie funktionieren Ratingagenturen?

Über diese und weitere Fragen diskutiert der Autor mit Bettina Kremberg und Ulrich Johannes Schneider.

Mittwoch, 10.10.2018, 20 Uhr
Café Alibi, Bibliotheca Albertina, Beethovenstraße 6, Leipzig

Mehr über die Veranstaltung des Thomasius Clubs im Café Alibi.

Mehr über das Buch Das Versprechen des Geldes. Eine Praxistheorie des Kredits von Aaron Sahr und Bestellmöglichkeit.


Hilflose Helfer? NGOs in Krisengebieten

Podiumsgespräch mit Monika Krause und anderen

Zelte, Wasser, Kleidung: Oft sind NGOs die ersten, die in Krisengebieten konkrete Hilfe leisten. Doch nicht selten wird ihr Einsatz begleitet von Missmanagement und fehlender Nachhaltigkeit. Als prominentestes Beispiel gilt die »NGO-Republik« Haiti, die noch heute mit den Folgen dieser Einsätze zu kämpfen hat. Welche Hilfe hilft wirklich?

Donnerstag, 11.10.2018, 16 Uhr Frankfurter Buchmesse, Weltempfang Salon, Halle 4.1 B81

Mit unserer Autorin Monika Krause diskutieren Thomas Gebauer, Geschäftsführer von medico international und Kettly Mars, Autorin, moderiert von Marc Engelhardt.

Mehr über die Veranstaltung im Programm Weltempfang.

Mehr über das Buch Das gute Projekt. Humanitäre Hilfsorganisationen und die Fragmentierung der Vernunft von Monika Krause und Bestellmöglichkeit.


Aus dem Hamburger Institut für Sozialforschung

Siegfried Landshut – Ausstellungseröffnung und Vortrag

Am Montag, den 22.10.2018, wird um 18 Uhr die Ausstellung »Siegfried Landshut – Vertreibung, Exil, Rückkehr« eröffnet. Im Anschluss findet um 19 Uhr ein Vortrag von Rainer Nicolaysen im Rahmen der Tage des Exils 2018 statt.
Der Politikwissenschaftler Siegfried Landshut (1897–1968) wurde 1933 als Jude von der Hamburgischen Universität entlassen, lebte unter schwierigsten Bedingungen im Exil in Ägypten, Palästina sowie Großbritannien und kehrte schließlich 1950/51 an die Universität Hamburg zurück. Nicolaysen (Historiker und Leiter der Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte der Universität Hamburg) zeichnet in seinem Vortrag Landshuts Lebensweg nach und gibt zugleich einen Überblick über sein bemerkenswertes wissenschaftliches Werk. Der Abend wird von Wolfgang Knöbl, Direktor des HIS, moderiert.
Lesen Sie mehr über die Ausstellung und den Vortrag auf der Website des HIS.


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