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Verlag und Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Newsletter | 13. September 2018


Liebe Leserinnen und Leser,

der Herbst ist da mit einer Fülle von Veranstaltungen: Schon an diesem Samstag haben Berlinerinnen und Berliner zwei Gelegenheiten, unsere preisgekrönte Autorin Ann Pettifor zu hören. Ebenfalls in Berlin diskutiert Nick Srnicek am Sonntag über politische Visionen für die Zukunft, unter anderem mit Katja Kipping. Nicht nur die Kritik am bestehenden (digitalen) Wirtschafts- und Finanzsystem ist ein Anliegen, das Pettifor und Srnicek eint – beiden ist auch wichtig, eine öffentliche Debatte über Alternativen zu führen.

Gelegenheiten für Begegnungen mit unseren Autor_innen wird es nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch in Kassel und Lübeck geben. Begegnen können Sie außerdem sowohl zahlreichen Autor_innen als auch Mitarbeiter_innen der Hamburger Edition und der Zeitschrift Mittelweg 36 Ende September auf dem Historikertag in Münster und dem DGS-Kongress in Göttingen. Wir freuen uns darauf.

Für alle, die sich bis Anfang Oktober woanders aufhalten, empfehlen wir Text- und Videobeiträge, die Sie überall, wo es einen Internetzugang gibt, aufrufen können.

Gute Lektüre wünscht

das Team der Hamburger Edition und des Mittelweg 36


Aktuelles


Chemnitz: Droht Deutschland ein neues 1933?
Beitrag von Michael Wildt

In einem am 08.09.2018 erschienenen Gastbeitrag in der Wochenzeitung Die Zeit hat der Historiker Michael Wildt sich mit der aktuell diskutierten Frage befasst, ob Deutschland eine Lage wie in der Weimarer Republik drohe. Er verneint die Frage, findet jedoch den »Vergleich legitim und nützlich, weil mit der Differenz zur Vergangenheit der Blick auf die Gegenwart schärfer wird.«
Weiter schreibt unser Autor über die AfD: »Hier hält Weimar einen politischen Lackmustest bereit: Eine Partei, die sich nicht klar von demokratiefeindlicher Gewalt distanziert, ist keine demokratische Partei.«
Den Beitrag können Sie kostenfrei auf Zeit Online lesen.

Mehr über Michael Wildts Buch Volk, Volksgemeinschaft, AfD und Bestellmöglichkeit auf unsere Website.

Veranstaltungen


10 Years of Lehman Brothers Collapse — O Brother, Where Art Thou?

Ann Pettifor

Podiumsdiskussion

Der Untergang der Investmentbank Lehman Brothers vor zehn Jahren brachte das internationale Finanzsystem an den Rand des Zusammenbruchs. Ein Jahrzehnt nach der Finanzkrise fragen die Podiumsteilnemer_innen, welche Lehren daraus gezogen wurden. Sie schauen darauf, was damals passiert ist und wie, welche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen wären und welche weiteren Entwicklungen sich in Europa abzeichnen.

Mit Brett Scott, Ann Pettifor und Harald Schumann

Samstag, 15.09.2018, 16:45 Uhr
Haus der Berliner Festspiele, Schaperstraße 24, Berlin

Podium im Rahmen der Veranstaltung »What Comes after the Nation-State? Thoughts for a future beyond the nation-state on the 10-year anniversary of the collapse of Lehman Brothers«; lesen Sie mehr über die Veranstaltung hier.
Weitere Informationen zu Ann Pettifors Buch Die Produktion des Geldes. Ein Plädoyer wider die Macht der Banken und Bestellmöglichkeit

Der Aufstieg der globalen Finanzwirtschaft und der Zusammenbruch des europäischen »progressiven Neoliberalismus«

Autorenfoto Ann Pettifor

Ann Pettifor

Podiumsdiskussion

Der Finanzsektor ist mächtig, und er nutzt seine Macht, um der Politik Bedingungen zu diktieren. Europas Gesellschaften reagiern teils so darauf, dass sie nach rechts driften, im Glauben, sich vor Ungleichheit, Schulden und Unsicherheit schützen zu können.
Pettifor plädiert dafür, dass wir unsere Macht als Bürger_innen nutzen, um den Finanzsektor den Interessen der ganzen Gesellschaft unterzuordnen – und um Gerechtigkeit, Stabilität und Wohlstand wiederherzustellen.

Samstag, 15.09.2018, 19–21 Uhr im Monarch, Skalitzer Str. 134, Berlin

Moderation Mathew D. Rose, Brave New Europe
Mehr über die Veranstaltung (auf Englisch mit Simultanübersetzung) von Helle Panke e.V., Brave New Europe und Netzwerk für plurale Ökonomik hier. Weitere Informationen zu Die Produktion des Geldes. Ein Plädoyer wider die Macht der Banken und Bestellmöglichkeit.

Wie wir die Zukunft gewinnen

Nick Srnicek

Podiumsdiskussion

Die Partei Die Linke veranstaltet vom 13. bis zum 16.09. eine Linke Woche der Zukunft in Berlin.

Beim Abschlusspodium wird unser Autor Nick Srnicek mit der Linken-Parteivorsitzenden Katja Kipping und  Alex Demirović von der Goethe-Universität Frankfurt diskutieren.

Dabei geht es unter anderem um die Möglichkeiten der Digitalisierung bei der Gestaltung einer neuen ökonomischen und sozialen Politik.

Sonntag, 16.09.2018, 12:30–14:30 Uhr
Malsaal, Franz-Mehring-Platz 1, Berlin

In einem Videointerview auf der Blogseite der Veranstalter spricht Nick Srnicek über Plattform-Kapitalismus, über die Macht der Online-Konzerne und über Alternativen zu den digitalen Monopolisten.
Mehr Informationen zur Veranstaltung in Berlin und Anmeldung hier. Mehr über das Buch Plattform-Kapitalismus von Nick Srnicek.


Die Geschichte des Deutschen Frauenwahlrechts

Kerstin Wolff

Lesung

Der Rat der Volksbeauftragten führte mit einem Federstreich am 12. November 1918 das Frauenwahlrecht in Deutschland ein. Ist es damit den deutschen Frauen quasi in den Schoß gefallen?

Mit ihrem Beitrag zur Geschichte des Frauenwahlrechtskampfes in Deutschland kann die Autorin zeigen, dass nicht nur die Engländerinnen auf die Straße gingen und für das Wahlrecht kämpften.

Donnerstag, 20.09.2018, 18 Uhr
Archiv der deutschen Frauenbewegung, Gottschalkstraße 57, Kassel

Mehr Informationen und Anmeldung hier. Mehr über den Band Frauenwahlrecht. Demokratisierung der Demokratie in Deutschland und Europa, mit einem Beitrag von Kerstin Wolff, die zusammen mit Hedwig Richter Herausgeberin auch ist.


Volksgemeinschaft als Selbstermächtigung:
Gewalt gegen Juden in der deutschen Provinz

Michael Wildt

Vortrag

Nach 1933 brach sich, neben der Ausgrenzung, Unterdrückung und Entrechtung der Juden in Deutschland, auch die öffentliche Gewalt gegen sie Bahn. Die Gewalt ging nicht allein von der Parteiführung, sondern auch von der Bevölkerung aus. Wie sich eine bürgerliche Zivilgesellschaft in eine rassistische, gewalttätige Volksgemeinschaft verwandelte – auch und gerade in der Provinz – erörtert Michael Wildt.

Montag, 01.10.2018, 19 Uhr; Reformierte Kirche, Königstraße 18, Lübeck

Mehr Informationen und Anmeldung hier. Lesen Sie mehr über Michael Wildts Buch zum Thema: Volksgemeinschaft als Selbstermächtigung. Gewalt gegen Juden in der deutschen Provinz 1919 bis 1939.


Besuchen Sie uns auf dem Deutschen Historikertag
und dem DGS-Kongress

Buechertisch
Die Hamburger Edition präsentiert ihr Programm in der Fachausstellung des 52. Deutschen Historikertages an der Universität Münster vom 25. bis 28. September und auf dem 39. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie an der Georg-August-Universität Göttingen vom 24. bis 28. September.

Auf dem Historikertag finden Sie uns in Zelt A (Standort A9), auf dem DGS-Kongress sind wir im ZHG, Stand-Nr. 009.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Grauzonen. Über sexuelle Gewalt

Heft 4 | August/September 2018

Einzelheft

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Mehr zum Heft

Sex und Gewalt werden gemeinhin als sich gegenseitig ausschließend gedacht: was nicht Sex ist, ist Gewalt und vice versa. Die Realität ist jedoch häufig weniger eindeutig als die dichotomen Begriffe es suggerieren. Diese Grauzonen, Interferenzen und Transgressionen stellen die Gewaltsoziologie ebenso vor Herausforderungen wie die wissenschaftlich etablierte Geschlechterforschung. In diesem Sinne geht unser Mittelweg 36-Heft – selbstredend ohne in den Kanon von Relativierungen und Trivialisierungen sexueller Gewalt einzustimmen – der Frage nach, wie das Verhältnis von Sex und Gewalt analytisch zu fassen ist, geht man davon aus, dass es Fälle gibt, in denen die Grenze zwischen beidem verschwimmt.

Das Editorial von Laura Wolters als Leseprobe finden Sie hier.


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